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Easyjet baut Angebot in Schweiz aus

Easyjet-Flieger
Airbus von Easyjet: Mehr Flüge für Schweizer Kunden.Quelle: Keystone

Neue Routen, mehr Flieger: Der britische Billigflieger wächst in Basel, Genf und Zürich.

Von Tim Höfinghoff
am 12.12.2017

Der Billigflieger Easyjet baut sein Angebot in der Schweiz weiter aus. Unter anderem mit neuen Routen am Standort Basel sowie einer Erhöhung der Frequenzen in Genf. Doch auch in Zürich wächst das Angebot.

Konkret bietet das britische Unternehmen in Basel ab Sommer 2018 sechs neue Ziele an: Wien, Lamezia, Pula, Belgrad, Athen und Menorca. Sommerdestinationen wie zum Beispiel Brindisi werden ausgebaut, ebenso klassische Geschäftsreiseziele wie etwa Hambung. Mit ein Grund für die Expansion in Basel ist laut Easyjet das Ende des EAP-Steuerstreits zwischen Frankreich und der Schweiz, wegen dem Easyjet seine Ausbaupläne auf Eis gelegt hatte.

Auch in Genf wird ausgebaut: So wird Tivat zum Beispiel häufiger angeflogen, ebenso Figari auf Korsika, Liverpool und Manchester. Auch nach Hamburg und Krakau fliegt Easyjet mit höherer Frequenz, allerdings nur ausserhalb der Hochsaison.

Ab Zürich fliegt Easyjet ab dem kommenden Jahr neu 34 mal in der Woche nach Berlin-Tegel. Bisher hatte die Airline in Berlin lediglich Berlin-Schönefeld angesteuert.

Marktanteil von fast einem Viertel

Easyjet hat am Standort Basel damit statt wie bisher 57 nun 63 Destinationen im Angebot. Die Flotte in Basel wächst von 9 Fliegern um weitere 2 Flugzeuge vom Typ A320. Easyjet ist mit insgesamt 25 Fliegern die zweitgrösste Airline in der Schweiz und hat einem Marktanteil von 24,2 Prozent. Marktführer ist Swiss International Air Lines.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2017 sagte Thomas Haagensen, Easyjet-Country-Manager für die Schweiz und Deutschland, dass die Passagierzahlen bei Easyjet in der Schweiz um 10 Prozent gesteigert wurden. 2017 wurden 13,5 Millionen Passagiere ab und in der Schweiz befördert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum um rund 1 Millionen zusätzlicher Reisender. Laut Haagensen liegt die Sitzauslastung nun bei 92,6 Prozent.

Weiterhin kein Flieger in Zürich stationiert

Zum weiteren Ausbau in der Schweiz sagte Haagensen, dass sich die Airline auf die Standorte Genf und Basel konzentriere. «Wir investieren, wo wir Nummer 1 und Nummer 2 sind.» Und: «Unser Fokus ist auf Genf und Basel – das sind unsere Quellenmärkte.» Es sei nicht geplant, in Zürich einen Easyjet-Flieger fest zu stationieren.

Zum Thema Airberlin sowie der Übernahme von möglichen Niki-Verbindungen gab sich Haagensen schmallippig: Es gebe noch viele offene Fragen, zudem warte Easyjet mit Blick auf die Übernahme von Air-Berlin-Fliegern weiterhin auf die Zustimmung der EU-Kommission in Brüssel.

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