An der Genfer Flugzeugmesse Ebace zeigt die Businessjet-Industrie, was sie zu bieten hat. Besonders gespannt war die Branche in diesem Jahr auf Pilatus. Zum einen präsentierte der Schweizer Flugzeugbauer in den Hallen der Palexpo die neuen Interieur-Designlinien für den Businessjet PC-24. Zum anderen war auf dem Rollfeld des Genfer Flughafens für einen Tag der mit Messgeräten vollgestopfte Prototyp «P01» am Pilatus-Aussenstand zu besichtigen.

Bis zur geplanten Auslieferung Ende 2017 sei noch viel zu tun, erklärte Pilatus-Chef Oskar Schwenk an der Messe. «Die beiden Prototypen haben zusammen rund 300 Flüge sowie über 500 Flugstunden absolviert.» Insgesamt sei das Testflugprogramm bis zur Zertifizierung auf 1600 Stunden veranschlagt. Dafür soll den bisherigen zwei Prototypen Ende Jahr ein dritter beiseite gestellt werden.

Ambitionierter Zeitplan

«Die vorliegenden Testergebnisse sind äusserst positiv und bestätigen uns, dass der PC-24 ein hervorragendes Flugzeug wird», lässt sich Schwenk in einer Mitteilung zitieren. Zwar sei der Zeitplan sehr ambitioniert. Man sei aber auf gutem Wege, das Ziel wie geplant zu erreichen, sagte Schwenk. Während der Prototyp «P01» in Genf eine eintägige Testpause einlegte, wurde «P02» nach Denver geflogen, um dort umfangreichen Kältetests unterzogen zu werden.

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Noch bevor der erste Prototyp vor einem Jahr den Hangar verlassen hatte, war die gesamte Produktion des Flugzeugs bis 2019 ausverkauft. An der Ebace 2016 können sich die Kunden der 84 verkauften PC-24 nun erstmals ein genaues Bild ihrer künftigen Flugzeuge machen. Das Interieur wurde zur Serienreife weiterentwickelt und «Vail», eines der sechs Kabinendesigns, wird in einem begehbaren 1:1-Modell gezeigt (siehe Bildergalerie oben).

St. Moritz, Zermatt und Vail

Die sechs Linien, die gemeinsam mit der BMW-Tochter Designworks entwickelt wurden, sind frei kombinierbar. Farblich sollen sie sich an Skiresorts wie St. Moritz, Zermatt oder eben Vail orientieren und die Töne der Natur der jeweiligen Orte abbilden. Bestimmen lässt sich indes nicht nur das farbliche Ambiente, sondern auch die Konfiguration und Bestuhlung.

Neben sechs- und achtplätzigen Businessjet-Bestuhlungen gibt es beispielsweise auch eine zehnplätzige Version für Linienflüge oder eine vierplätzige Version mit besonders grossem Frachtraum zu kaufen. Möglich ist auch eine reine Frachtmaschine ohne Passagierbestuhlung, was sich wegen der Pilatus-typischen besonders grossen Frachttüre anbietet.

Landung auf Naturpisten

Der Pilatusjet PC-24 soll eine Reichweite von gut 3600 Kilometern erreichen und mit einer Landebahn von rund 800 Metern auskommen (Landung 770 Meter, Start 820 Meter). Möglich sollen auch Starts und Landungen auf Naturpisten sein, was das Flugzeug laut Hersteller gemeinsam mit den Einrichtungsoptionen zum ersten «Super Versatile Jet» macht.

Eindrücke von der Ebace 2016:

Ebace 2016: So fliegen die oberen Zehntausend

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Vom 24. bis 26. Mai 2016 sind in Genf erneut die schönsten Business-Flugzeuge der Welt zu sehen.

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