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Ebay glänzt mit Zahlen - und streitet mit Grossinvestor

Hauptsitz von Ebay im kalifornischen San José: Das Unternehmen profitiert von seinem Bezahlservice Paypal (Bild: Keystone)

Das US-Online-Handelshaus steigerte im vierten Quartal den Umsatz. Die Aktie ging nachbörslich durch die Decke. Derweil will Manager-Schreck Carl Icahn den Konzern zu einem Strategiewechsel zwingen.

Veröffentlicht am 23.01.2014

Ebay hat im vierten Quartal mehr verdient und umgesetzt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Online-Handelshaus vermeldete nach New Yorker Börsenschluss einen Umsatzanstieg von 13,5 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte von 751 Millionen Dollar auf 850 Millionen Dollar zu.

Das Unternehmen profitierte von seinem Bezahlservice PayPal, über den mehr Transaktionen getätigt wurden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Ebay einen Umsatz zwischen 18 und 18,5 Milliarden Dollar.

Die Aktie des Amazon-Konkurrenten sprang nachbörslich mehr als zehn Prozent in die Höhe.

Streit um Zukunft von Paypal

Derweil ist zwischen dem Ebay-Management und Grossinvestor Carl Icahn ein Streit über die Zukunft des Bezahldienstes Paypal entbrannt. Der als streitlustig bekannte Investor fordert die Abspaltung des lukrativen Geschäftsteils. Die Ebay-Spitze will davon nichts wissen.

Der weltgrösste Online-Händler gab mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen bekannt, dass Icahn die erfolgreiche Sparte in eine eigene Gesellschaft ausgliedern wolle. Icahn besitzt seit kurzem einen Anteil von 0,8 Prozent an Ebay. Er verlangt zudem zwei Sitze im Verwaltungsrat.

Verwaltungsrat lehnt ab

Der Ebay-Verwaltungsrat lehnt Icahns Pläne zu PayPal ab. Es sei für das Unternehmen, die Aktionäre und die Kunden besser, wenn Paypal weiterhin unter dem Dach von Ebay bleibe, hiess es. Ebay hatte den Bezahldienst 2002 für 1,5 Milliarden Dollar gekauft. Es ist das zweitwichtigste Standbein des Unternehmens nach dem Marktplatz.

Während der gesamte Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 16,0 Milliarden Dollar stieg, konnte PayPal alleine um 19 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zulegen.

Gebühren von Verkäufern

Über PayPal lassen sich Einkäufe im Internet und mittlerweile auch in ersten Geschäften vor Ort bezahlen. PayPal kassiert dabei Gebühren von den Verkäufern. Damit trug die Sparte zum Anstieg des Konzerngewinns um 9 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar bei.

 (sda/dbe)

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