Ebay ist mit Schwung ins Geschäftsjahr gestartet: Im ersten Quartal steigerte der Internetkonzern seinen Umsatz um 16 Prozent auf über 2,5 Milliarden Dollar. Dabei wuchs vor allem der Bezahldienst PayPal. Aber auch im eigentlichen Geschäft mit Online-Auktionen und Festpreis-Angeboten legte der Konzern zu. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent. Unterm Strich verdiente Ebay 476 Millionen Dollar.

Ebay-Chef John Donahoe sprach von einem starken Start ins Jahr. Besonders gut sei das Geschäft in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Australien und Deutschland gelaufen.

Mehr aktive Nutzer

Ebay hat sich im Laufe der Zeit zu einer vollwertigen Online-Handelsplattform entwickelt. Erst jüngst gaben die Kalifornier bekannt, für satte 2,4 Milliarden Dollar den Dienstleister GSI Commerce zu übernehmen, der Online-Shops für Dritte betreibt oder Marketing-Kampagnen fährt. Unter den mehr als 180 Kunden sind viele bekannte Namen wie Adidas , Levi's, Hewlett-Packard oder Toys'r'Us.

Auf dem Ebay-Handelsplatz selbst tummelten sich weltweit 95,9 Millionen aktive Nutzer und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der aktiven PayPal-Konten wuchs sogar um 16 Prozent auf 97,7 Millionen. Über den Bezahlservice lässt sich auch in fremden Onlineshops einkaufen. Das Bezahlen mit dem Handy nehme immer mehr zu, stellte Ebay fest.

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Gewinnschätzung für 2011 gesenkt

Im Gesamtjahr will Ebay nun einen Umsatz von bis zu 10,9 Milliarden Dollar erzielen; bislang hatte sich das Unternehmen maximal 10,6 Milliarden Dollar zugetraut. Allerdings erwartet das Management, dass dabei weniger Gewinn herausspringt als bislang prognostiziert. Die Aktie stieg nachbörslich um ein Prozent.

Mit seiner breiten Aufstellung will Ebay seinem Rivalen Amazon die Stirn bieten. Auch der weltgrösste Onlinehändler wächst rasant. Alleine im ersten Quartal legte der Umsatz um 38 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar zu - das schaffte Amazon aber nur, weil das Unternehmen massiv Geld in die Hand nimmt und in seine Versandzentren, neue Produktgruppen oder in die Werbung investiert. Die hohen Investitionen drückten den Amazon-Gewinn zu Jahresbeginn auf 201 Millionen Dollar.

(laf/awp)