Vermehrte Käufe über Smartphones und Tablet-Computer beflügeln Ebay. Im dritten Quartal stieg der Umsatz des US-Konzerns um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn verbesserte sich auch dank Beteiligungsverkäufen um 15 Prozent auf unter dem Strich 689 Millionen Dollar.

Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei trotz eines «lustlosen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes» gelungen, sagte Konzernchef John Donahoe am Firmensitz im kalifornischen San Jose.

Vor allem die Bezahltochter PayPal konnte zulegen. Die angestammte Handelsplattform und der Dienstleistungszweig für Firmenkunden reihten sich dahinter ein.

Anleger enttäuscht vom Ausblick

Dennoch fiel die Aktie im nachbörslichen New Yorker Handel um 4 Prozent. Die Anleger störten sich an einem ihrer Meinung nach zu vorsichtigen Ausblick auf das Schlussquartal. Hier steht das wichtige Weihnachtsgeschäft an. Bereits im Vorquartal hatte Ebay die Anleger mit seiner Prognose enttäuscht.

Anzeige

Der Ebay-Marktplatz hat inzwischen weltweit 124 Millionen aktive Nutzer und damit 15 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Ebay lebt dabei von Gebühren für getätigte Geschäfte. Im Gegensatz dazu tritt der grosse Rivale Amazon auch selbst als Verkäufer auf.

PayPal kommt auf 137 Millionen Konten, ein Plus von 20 Millionen zum Vorjahr. Auch hier sind es Gebühren für Transaktionen, die Ebay das Geld bringen.

Ebay hatte erst jüngst angekündigt, das Standbein mit dem Zukauf des Online-Zahlungsabwicklers Braintree zu stärken, der unter anderem die Geldgeschäfte für den Schlafplatz-Vermittler Airbnb oder den Restaurant-Reservierungsservice OpenTable erledigt. Die Übernahme lässt sich der Konzern 800 Mio. Dollar kosten.

Drittes Standbein des Konzerns ist der Handelsdienstleister Ebay Enterprise, der beispielsweise Online-Shops für Kunden aufsetzt.

(sda/jev)