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Jahreszahlen
Edisun Power klettert aus der Verlustzone

Edisun Power: Eine Bilanz mit Premieren-Effekt. Keystone

Solarstrom-Produzent Edisun Power schreibt erstmals schwarze Zahlen. Dazu beigetragen haben neben einem Tiefzinsumfeld auch Sparmassnahmen.

Veröffentlicht am 15.04.2015

Der Solarstrom-Produzent Edisun Power hat 2014 erstmals einen Reingewinn verzeichnet: Unter dem Strich blieben 0,41 Millionen Franken, nach einem Verlust von 3,46 Millionen Franken 2013. Dazu trugen laut der Gruppe Kostensparmassnahmen, das Tiefzinsumfeld und Sondereffekte bei.

Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf 7,88 Millionen Franken, wie Edisun mitteilte. Der Grund: 2013 hatte die Gruppe 39 kleinere Schweizer Anlagen mit hohen Vergütungssätzen verkauft. Der Stromertrag der verbliebenen 32 Anlagen erhöhte sich in einem «durchschnittlichen Jahr für Stromerträge» um 3,7 Prozent.

Das Anfang 2014 gestartete zweite Kostensenkungsprogramm liess trotz des Umsatzrückgangs den Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Zinsen (Ebitda) um 0,2 Millionen Franken auf 5,6 Millionen Franken steigen. Dank tiefen Zinsen konnte das Unternehmen zudem Finanzierungskosten einsparen.

Durch die Herausgabe einer Obligationenanleihe zahlte Edisun Schulden über 8 Millonen Franken zurück. An der Generalversammlung Ende Mai beantragt der Verwaltungsrat zudem die Schaffung von genehmigten Kapital über 5 Millionen Franken, um eine weitere Obligationenanleihe herauszugeben.

Investitionen in mittelgrosse Solaranlagen

Damit will Edisun hauptsächlich in mittelgrosse Photovoltaikanlagen investieren, um «auch in der neuen Währungssituation ein nachhaltig positives Resultat zu erreichen». 80 Prozent des Umsatzes von Edisun fallen ebenso in Euro an wie die Betriebskosten der Anlagen und die Abschreibungen.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung zudem vor, neben dem bestehenden Verwaltungsrat Hans Nef, neu den Gruppen- und Finanzchef Rainer Isenrich als Präsidenten, und Fulvio Micheletti als weitere Mitglieder des Verwaltungsrats zu wählen. Der ehemalige Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber stehe nicht mehr für eine weitere Amtsperiode als Verwaltungsrat der Edisun Gruppe zur Verfügung, hiess es.

Der vorherige Verwaltungsratspräsident Hansjürg Leibundgut war, wie bereits bekannt, im Februar 2015 per sofort zurückgetreten. Als Grund wurden die unterschiedlichen Ansichten über die strategische Ausrichtung angegeben.

Erst im August hatte eine hinter Leibundgut stehende Aktionärsgruppe durchgesetzt, den Verwaltungsrat komplett auszutauschen. Die Gruppe setzte sich für eine Wachstums- statt Sparstrategie ein.

(sda/chb/ama)

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