Die Vermögensverwalterin EFG International hat in Singapur das ins Visier der dortigen Aufsichtsbehörden geratene Geschäft der Privatbank BSI vollständig übernommen. Der Transfer des Geschäfts umfasse Kundenbeziehungen sowie Angestellte.

Die Übernahme sei der erste Schritt im «graduellen Prozess» der Integration der gesamten BSI in die EFG International. Diese vollziehe sich Markt für Markt, schreibt die EFG International in einer Mitteilung.

Kunden untersucht

Vor der Integration des Singapur-Geschäfts seien die Kunden auf ihre Konformität mit den regulatorischen Vorschriften untersucht wurden, hiess es weiter. Die BSI war im Frühling wegen des Skandals um die malaysischen Staatsfonds 1MDB von den Aufsichtsbehörden von Singapur wie auch der Schweiz sanktioniert worden. Die Schweizer Finma hatte dabei die Auflösung der Bank verfügt und in Singapur war der BSI von der Aufsichtsbehörde MAS die Lizenz entzogen worden.

Die EFG International hatte bereits im Juli angekündigt, im Zuge der Anfang Jahr angekündigten Übernahme der BSI das Singapurer BSI-Geschäft bis spätestens im November zu übernehmen. Bei der Integration des gesamten BSI-Geschäfts sollen die notwendigen Schritte wie angekündigt bis im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen sein, bekräftigt EFG International. Die Migration des BSI-Geschäfts auf die IT-Plattform der EFG soll Ende 2017 abgeschlossen sein.

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(sda/cfr/jfr)