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Zahlen
EFG International macht im ersten Halbjahr Minus

Das Halbjahresergebnis der EFG International wurde durch Rückstellungen getrübt.   Keystone

Die Privatbankengruppe ETF hat im ersten Halbjahr Verlust gemacht. Das Ergebnis wird durch eine Schweizer Busse und Rückstellungen für den US-Steuerstreit getrübt.

Veröffentlicht am 23.07.2014

Die Privatbankengruppe EFG International weist für das erste Halbjahr 2014 einen Reinverlust von 6 Millionen Franken aus, dies gegenüber einem Gewinn in der Vorjahresperiode von 84,5 Millionen Franken. Der Grund für den Fall in die roten Zahlen sind hohe Rückstellungen für das US-Steuerprogramm (30 Millionen Franken) sowie für eine Busse in der Schweiz (33,7 Millionen Franken).

Unter Ausschluss der nicht wiederkehrenden Kosten beläuft sich der Reingewinn auf 57,6 Millionen Franken, was einem Rückgang um 4Prozent entspricht, wie EFG am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn vor Steuern wird mit 2,3 Millionen Franken gegenüber 54,0 Millionen Franken vor Jahresfrist ausgewiesen. Die verwalteten Vermögen stiegen von 75,9 auf 80,1 Milliarden Franken. Der Anstieg war unter anderem einem Neugeldzufluss von 2,7 Milliarden Franken zu verdanken, dazu kamen Währungs- und Markteffekte von 1,6 Milliarden Franken.

Bruttoertrag leicht angestiegen

Der von der Bankengruppe erwirtschaftete Bruttoertrag erhöhte sich um 4 Prozent auf 342,9 Millionen Franken, während der Geschäftsaufwand vor allem wegen der Kosten für Wachstumsinitiativen ebenfalls um 4 Prozent anstieg. Die Bruttomarge belief sich auf 88 Basispunkte.

Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat die Bank die Erwartungen der Marktbeobachter bezüglich Gewinn klar verfehlt, während die Bank bei den Vermögenszahlen besser abschnitt. Gemäss AWP-Konsens erwarteten die Analysten den Nettoneugeldzufluss bei 1,9 Milliarden, während sie die verwalteten Vermögen bei 79,0 Milliarden Franken sahen. Den Gewinn vor Steuern hatten sie bei 58,6 Millionen Franken prognostiziert.

Mehr Kundenberater und Wachstum

Das Unternehmen stellte im vergangenen Semester weiter neue Kundenberater ein: Per Mitte 2014 belief sich die Gesamtzahl an Beratern auf 456 gegenüber 435 am Jahresende 2013. EFG International sei «fest entschlossen», weiteres Wachstum zu liefern, betont das Unternehmen.

Bezüglich der mittelfristigen Ziele bezeichnet EFG die Erzielung eines IFRS-Reingewinns von 200 Millionen Franken im Jahr 2015 als «nicht mehr realistisch». Nach der Phase der Neuausrichtung dauere es länger als erwartet, um das Geschäft wieder nach vorne auszurichten, zudem sei eine Unterstützung in Form verbesserter Marktbedingungen und steigender Zinsen ausgeblieben.

(awp/lur)

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