Die Privatbankengruppe EFG International hat 2011 einen Verlust von 294,1 Millionen Franken eingefahren. Die Bank bezeichnet das Ergebnis in einer Mitteilung als «enttäuschend».

Ohne die Sonderkosten für Rückstellungen, Abschreibungen und Restrukturierungskosten für die Neuausrichtung hätte ein Plus von 83,5 Millionen Franken resultiert. Der Bruttoertrag lag mit 763,2 Millionen Franken 6 Prozent unter dem bereinigten Vorjahresergebnis. Ohne Wechselkurs-Umrechnung hätte EFG International den Ertrag aber um 6 Prozent steigern können.

Die Nettoneugelder betrugen für das weiter geführte Geschäft 600 Millionen Franken. Unter Einbezug der Geschäfte, die aufgegeben werden, resultierten Nettoabflüsse von 1,2 Milliarden Franken. Die Anzahl Kundenberater (Client Relationship Officers) ging von 675 Ende 2010 auf 567 Ende 2011 zurück.

Trotz Millionenverlust kommen die Aktionäre in den Genuss einer unveränderten Dividende von 0,10 Franken je Aktie. Die Bank sieht sich auf Kurs, um die angestrebte Ergebnisverbesserung von rund 35 Millionen Franken realisieren zu können.

Lugano und Wallis machen dicht

Zum Beispiel hat EFG einen Einstellungsstopp verfügt. Zuvor wurden unter anderem in Kanada und Abu Dhabi Geschäftsstellen geschlossen. In der Schweiz trennt sich die Bank von den Standorten in Lugano und im Wallis.

Mit den Ergebnissen hat die Bank die Erwartungen der Marktbeobachter verfehlt. Experten hätten einen tieferen Verlust und höhere Erträge erwartet.

(chb/tno/sda)