Die Restrukturierung bei EFG International zeigt Wirkung: Nach zwei Jahren in den roten Zahlen hat die Privatbank 2012 wieder einen Gewinn erzielt.

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 111 Millionen Franken, wie es am Mittwoch bekanntgab. Im Vorjahr hatte ein Verlust von 294 Millionen Franken zu Buche gestanden.

Der Bruttoertrag legte im Vergleich zu 2011 um 8 Prozent auf 824,6 Millionen Franken zu. Auch die ertragsgenerierenden verwalteten Vermögen stiegen leicht an und beliefen sich per Ende 2012 auf 78,7 Milliarden Franken.

Ein Wermutstropfen war allerdings das Schweizer Geschäft, wo Kundengelder abflossen. Der Heimmarkt wies «enttäuschende Ergebnisse» aus, hiess es in der Mitteilung. Dagegen verbesserten die Regionen Grossbritannien, Asien sowie Nord- und Südamerika ihren Beitrag zum Vorsteuergewinn um jeweils über 50 Prozent.

EFG International hatte im Herbst 2011 eine Restrukturierung des Konzerns angekündigt. Die von der griechischen Reederfamilie Latsis kontrollierte Bank gab mehrere Nebengeschäfte auf und konzentrierte sich auf das Vermögensverwaltungsgeschäft. Der Personalbestand wurde seit September 2011 um 14 Prozent reduziert.

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«Die Neuausrichtung ist abgeschlossen», liess sich Konzernchef John Williamson in der Mitteilung zitieren. Der Fokus liege nun darauf, kontrolliert und profitabel zu wachsen.

(chb/sda)