EFG International hat heute weitere Details zur geplanten Übernahme der Tessiner BSI bekannt gegeben. So soll unter anderem die IT-Plattform der BSI auf jene von EFG migriert werden. Die Synergien aus dieser Migration bezifferte die Bank auf 100 Millionen Franken und sind in den im Februar bekanntgegebenen Gesamtsynergien von rund 185 Millionen bis 2019 enthalten, wie EFG International am Donnerstag mitteilte.

Neben der Infrastruktur sieht das Institut Kostensynergien bei überlappenden Geschäften in den geografischen Kerngebieten sowie in der Optimierung der Aktivitäten durch Abtrennung nicht strategischer Geschäfte oder suboptimaler Niederlassungen, wie Präsentationsunterlagen zu entnehmen ist. Überlappungen gibt es dabei in den Buchungszentren Zürich, Genf, Monaco, Luxemburg, Hongkong, Singapur und den Bahamas.

Synergien durch Zentralisierung

Synergien von rund 27 Millionen Franken sollen sich dabei durch die Vereinfachung der Unternehmensstruktur ergeben, 21 Millionen durch Effizienzsteigerungen bei den Frontaktivitäten und 28 Millionen sollen durch die Zentralisierung der Prozesse und anderer Einsparungen erzielt werden.

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Das Institut rechnet mit einem Ertragsrückgang von 15 Millionen jährlich durch den Exit von Geschäften und mit einem potenziellen Rückgang des Gewinns vor Steuern von 60 bis 105 Millionen Franken.

Hohe Implementierungskosten

Die Implementierungskosten werden dabei auf rund 200 Millionen geschätzt. Dabei sollen rund 35 Prozent im laufenden Jahr, 50 Prozent im kommenden und 15 Prozent im 2018 anfallen.

Die Transaktion soll sich bereits 2018 positiv und ab 2019 zweistellig auf den Gewinn pro Aktien niederschlagen.

(awp/ise/ama)