Der Privatbankengruppe EFG International drohen wegen der enormen Frankenstärke Gewinneinbussen. Bleiben der Euro- und der Dollar-Wechselkurs 2015 im Schnitt auf dem derzeitigen Niveau, drücke dies den Vorsteuergewinn je um einen einstelligen Prozentwert.

Die Auswirkungen auf die Eigenkapitalquoten wären hingegen «unerheblich», teilte die Gruppe mit. EFG International wird von der griechisch-schweizerischen Reeder-Familie Latsis kontrolliert und ist auf ausländische Anleger spezialisiert, die Vermögen in der Schweiz verwalten lassen wollen.

Vermögen und Erlöse mehrheitlich in Dollar und Euro

Auf Dollar lauten etwa 50 Prozent der verwalteten Vermögen und der Einnahmen, während rund 30 Prozent der Kosten in der US-Währung anfallen, wie EFG ausführte. Beim Euro seien es 20 Prozent der verwalteten Vermögen und der Erlöse sowie etwa 15 Prozent der Kosten.

Während also die Vermögen und die Erlöse mehrheitlich auf Dollar und Euro lauten, fallen die Kosten mit einem Anteil von 30 Prozent überproportional in Franken an. Der Anteil der in Franken verwalteten Vermögen beträgt nur rund 4 Prozent. Beim Pfund halten sich laut den Angaben verwaltete Vermögen und Erlöse die Waage mit den Kosten.

Anzeige

Busse im US-Steuerstreit belastet

EFG International wies per Mitte 2014 gesamthaft verwaltete Vermögen von 80,1 Milliarden Franken aus. Rückstellungen für eine Busse im US-Steuerstreit und andere ausserordentliche Kosten brockten der Bank einen Semesterverlust von 6 Millionen Franken ein.

(sda/dbe/ama)