Ein Scheinwohnsitz in Zürich, Stiftungen in Singapur und Gesellschaften in Panama: Der deutsche UBS-Kunde Klaus Mayer (Name der Redaktion bekannt) berichtet exklusiv gegenüber der «Handelszeitung», wie die UBS für ihn ein komplexes Tarnkonstrukt aufgezogen hatte - und er damit Steuern in Deutschland hinterzog. Doch die Pläne gingen am Ende nicht auf: Mayer meldete sich vor einigen Monaten beim deutschen Fiskus, nachdem weite Teile seines Vermögens in den Wirren der Finanzkrise pulverisiert worden waren. Mayer will in den nächsten Tagen Strafanzeige gegen Teile der Bank einreichen. Vor Gericht dürfte auch sein langjähriger UBS-Kundenberater vernommen werden, sagt er.

Tritt dies ein, droht der UBS ein zweiter Fall Birkenfeld. Dieser UBS-Banker hatte im vergangenen Jahr vor Gericht über die Machenschaften der UBS in den USA ausgepackt und die Grossbank damit in eine schwere Krise gestürzt. Die UBS äussert sich laut einer Sprecherin nicht zur rechtlichen Auseinandersetzung.