Ob Peugeot nicht wollte oder des absehbaren Zeitaufwandes, verbunden mit hohen Kosten, wegen nicht konnte, bleibt heute, drei Jahre nach dem wegweisenden Entscheid zur Zusammenarbeit mit Mitsubishi, ohne Belang. Tatsache ist aber, dass die Franzosen 2005 – mit Verspätung zwar auf die kontinentale Konkurrenz, aber gerade noch 5 vor 12 – auf den Zug der in Europa stark expandierenden Sport Utility Vehicle (SUV) aufsprangen. Denn die kompakten Geländefahrzeuge boomen seit der Jahrtausendwende; allein zwischen 2005 und 2006 legten die SUV in der Kompaktklasse um 11,3% auf über 1,1 Mio Neuimmatrikulationen zu. Die Fokussierung auf die nützlichen Alleskönner hat sich in den letzten zwei Jahren noch akzentuiert. Der Peugeot 4007, der in einer jährlichen Stückzahl von 20000 Wagen im japanischen Mizushima vom Band rollt, wurde deshalb ab September 2007 in der Schweiz mit guten Absatzchancen lanciert.

Flott gestartet in der Schweiz

Zwischen Januar und Februar dieses Jahres wurden hierzulande 130 Neuwagen der 4007er-Model-Reihe zugelassen, das entspreche den Erwartungen des Importeurs, heisst es bei Peugeot (Suisse) SA in Moosseedorf BE. Denn der «Wagen mit dem typischen Mandelaugen-Design» – so die Peugeot-Werbung – «verspricht Abenteuer im Alltag, ob auf oder abseits der Strasse. Und dies unter strenger Einhaltung sämtlicher Umweltvorschriften». Etwas weniger marktschreierisch lassen sich die Vorteile des Franzosen folgendermassen bilanzieren: Charakteristisches, wenn auch an den Outlander angelehntes Design, Sicherheit vermittelnde hohe Sitzposition, gute Strassenlage und ebenso zufriedenstellender Komfort. Die Zielgruppe des 4007, welche das SUV im Alltag nutzt, kaum aber wirklich freiwillig auf den Geländeparcours schickt, wird sich zudem von der Durchzugsstärke des 2,2-l-Dieselmotors HDI (156 PS) mit Russpartikelfilter, den guten Emissionswerten (191 g CO2/km), der Rückfahrkamera sowie der Variabilität (inklusive Platzangebot des Fünfplätzers, der sich auf sieben Sitze ausbauen lässt) überzeugen lassen. Allen voran jene, die auf Allradantrieb angewiesen sind. Über einen zwischen den Vordersitzen angebrachten Drehschalter kann der Fahrer zwischen dreierlei Kraftübertragungen wählen: Vorderradantrieb, automatischer Vierradantrieb (4WD) und Allradantrieb mit Differentialsperre, der 50% mehr Kraft an die Hinterräder leitet als im normalen Allradmodus. Das Dieselaggregat, eine Peugeot-Eigenentwicklung, die auch an Mitsubishi geliefert wird, ist nicht überbordend stark, reicht aber für eine flotte Fahrt. Schade ist hingegen, dass es den 4007 nur mit manueller Sechsgang-Schaltung gibt. Hingegen ist neuerdings auch eine Benziner-Variante (2,4 l, 170 PS) erhältlich.

Gestartet ist der 4007 gut, die Konkurrenz hingegen macht sich noch breiter, etwa VW mit dem Tiguan, aber auch Honda (CR-V), Toyota (RAV4) und bald auch Renault mit dem neuen Koleos.