Der deutsche Bertelsmann-Konzern will kurz nach der Fusion seiner Buchsparte Random House mit Penguin weiter wachsen. «Ich möchte nicht ausschliessen, dass im zweiten Halbjahr die eine oder andere Transaktion kommt», sagte Konzernchef Thomas Rabe der «Süddeutschen Zeitung».

In die bestehenden Kerngeschäfte des Konzerns und die Wachstumsbereiche Musik, Bildung und Business-Informationen plane er in den nächsten drei Jahren, mehrere Milliarden Euro einzusetzen. Bertelsmann wolle sich wieder auf Medien konzentrieren und wachsen. «Wir haben uns im Durchschnitt ein Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent pro Jahr vorgenommen. Nächstes Jahr wollen wir einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro erreichen, und dann sind die 20 Milliarden auch nicht mehr weit.» Rabs Vorgänger Gunter Thielen und Hartmut Ostrowski hatten auf die Dienstleistungstochter Arvato gesetzt. Diese wird nun umgebaut.

Das Recht auf einen Börsengang

An die Börse wolle der Konzern jedoch nicht. Ein wichtiger Bereich sei das Buchgeschäft, denn dies hätte eine gute Zukunft, sagte Rabe. Für den Fall, dass die britische Mediengruppe Pearson, der bisherige Eigentümer von Penguin, das gemeinsame Unternehmen verlassen wolle, gebe es klare Vereinbarungen. «Sie müssen uns dann ihren Anteil zuerst anbieten, und wir können, müssen dann aber nicht kaufen. Ausserdem hat Pearson das Recht, einen Börsengang zu verlangen.»

(ama)

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