JPMorgan-Chef Jamie Dimon erhält trotz einer milliardenschweren Strafzahlung mehr Geld für 2013. Für das abgelaufende Jahr bekomme der wegen zahlreicher Skandale seines Instituts auch persönlich in die Kritik geratene Manager ein Grundgehalt von 1,5 Millionen Dollar plus einen Bonus von 18,5 Millionen Dollar in Form von Bezugsrechten, teilte die US-Grossbank. 2012 musste sich Dimon mit einer auf die Hälfte gekürzten Entlohnung von 11,5 Millionen Dollar begnügen.

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Proteste im Gremium

Die «New York Times» hatte zuvor berichtet, dass das JPMorgan-Direktorium nach einer lebhaften Debatte grünes Licht für eine höhere Bezahlung gegeben habe. Eine Minderheit in dem Gremium habe aber lautstark protestiert und auf die insgesamt 20 Milliarden Dollar Strafzahlungen verwiesen, zu denen das Geldhaus im vergangenen Jahr verdonnert worden war.

Das Paket für 2013 reichte aber nicht wieder an die 23,5 Millionen Dollar heran, mit denen Dimon Jahre zuvor einst zum bestbezahlten Chef einer Grossbank avanciert war. Das Institut hatte trotz der Sonderlasten zuletzt wieder glänzend verdient. Dimon selbst erklärte zudem kürzlich, er halte einen Grossteil der milliardenschweren Strafen für ungerechtfertigt. Kritik an Dimon kommt vor allem aus der Politik. Die Halbierung seines Gehalts stand vor allem unter dem Eindruck eines mehr als sechs Milliarden Dollar schweren Verlusts, den ein als «Wal von London» bekanntgewordener Händler dem New Yorker Geldhaus eingebrockt hatte.

(reuters/dbe)