Kürzlich hat der griechisch-amerikanische Maler Dimitrios Gassoumis (75) eine Rückschau auf sein aus Landschaften Hydras bestehendes Werk im Museumsarchiv der gleichnamigen Inselhauptstadt ausgestellt. 17 grosse Gemälde mit Abmessungen von bis zu 4 m2, entstanden zwischen 1977 bis 2008, füllten die grosse Halle. Die Ausstellung zog eine grosse Anzahl von Besuchern an und wurde mit sehr positiven Kommentaren vom Publikum und den Kunstkennern aufgenommen.

Hydra liegt 65 km von Piräus, dem Hafen der griechischen Hauptstadt, entfernt. Hydra bietet ein ideales Ambiente für Erholung und Freizeitbeschäftigung. Besonders Maler können im flutenden Licht des Meeres ihre eigene Auslegung des Farbenspiels üben.

Der in Amerika aufgewachsene Dimitrios Gassoumis stammt aus Hydra. Er studierte in Berkley und entfaltete seine umfangreiche Aktivität im Theater und in der Malerei. Er gilt als einer der Anhänger des abstrakten Expressionismus, wie er beim amerikanischen Maler Richard Diebenkorn zu erkennen ist. Über den Künstler schreibt der vielleicht wichtigste lebende griechische Maler Panagiotis Tetsis, «Gassoumis wird ausgezeichnet von einer Geradlinigkeit, einem Mut und einer Sensibilität in der Malerei, was seine Tugenden sind.»

Als Maler verfolgt Gassoumis eine moderne Technik, die der Landschaft Bewegung verleiht, und das Gefühl der Lebendigkeit hervorruft, auch wenn das Objekt eine einfache Insellandschaft an einem Sommerabend darstellt.

Die Werke des Malers Gassoumis sind Öl auf Leinwand in grossen Abmessungen. Sie bewegen sich preislich von 10000 bis 50000 Euro. Es wurden viele Bilder an Einheimische und ausländische Besucher, aber auch an Kunstliebhaber verkauft. Das Atelier von Dimitrios Gassoumis befindet sich auf Hydra, wo man seine Werke besichtigen und die Insel besuchen kann, auf der immer die Sonne scheint, keine Autos fahren und die Lasten noch per Esel transportiert werden.

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NACHGEFRAGT


«Inspiration von den Landschaften»

Welches sind Ihre Themen?

Dimitrios Gassoumis: Meine Inspiration beziehe ich von den Landschaften, die mir geistigen und körperlichen Spielraum verschaffen. Sie erlauben mir den ungezügelten Pinselstrich des holländischen Malers De Koninck und den unbegrenzten Wert der Farbe wie bei Velasquez.

Was würden Sie dem Betrachter Ihrer Werke raten?

Gassoumis: Er sollte einen gewissen Abstand von meinen Werken halten, damit er die ästhetische Erfahrung machen kann.

Welche Maler haben Sie beeinflusst?

Gassoumis: Ich habe die Farbgebung von Diego Velasquez gelernt und Fresco von Marc Chagall. Ich wurde von den amerikanischen Malern Homer und Hopper beeinflusst, habe aber meine eigene Sichtweise für Farben und Bildentwurf entwickelt. Der britische Maler Antony Kingsmill, den ich auf Hydra kennen lernte, hat mich auch beeinflusst.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Malerei?

Gassoumis: Seit ich klein bin. Ich war krank und mein Vater gab mir ein Anatomiebuch. Ich studierte die Muskulatur des menschlichen Körpers und war begeistert von seinem Ebenmass. Als ich zur Schule kam, wurde ich bereits «der Maler» genannt. Ich studierte drei Jahre Malerei im California College of Arts und Crafts in Oakland bei San Francisco. 20 Jahre später habe ich an derselben Schule unterrichtet.

Was würden Sie als Ihre Vorzüge und was als Ihre Schwächen beschreiben?

Gassoumis:Mein Fehler ist, dass ich mir nicht genug Mühe gebe. Mein Vorzug ist, dass ich das Malen liebe!

Welches ist Ihre Vision?

Gassoumis: Ich versuche, meinen Themen, hauptsächlich Landschaften, eine eigene Dynamik zu verleihen. Ich male mit einer gewissen Freiheit. Der ursprüngliche Pinselstrich spricht seine eigene Sprache. Er hat einen eigenen Wert. Manchmal geschieht auch das Unerwartete. Beim Malen stellt sich ein surrealer Effekt ein.

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