Die Bedeutung des Lieferantenmanagements nimmt für die eigene Leistungsgestaltung stetig zu. Welche Vorgehensweise empfiehlt sich aber für das eigene Unternehmen? Die Antworten dazu liefert das bereits in der zweiten Auflage publizierte Arbeitshandbuch «Wie führe ich meine Lieferanten?».

Die Konzentration auf Kernkompetenzen und die zunehmend globalen Beschaffungsstrukturen sind Gründe dafür, dass viele Unternehmen die Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten optimieren. Die Integration der Lieferanten bringt Marktvorteile und Kostenersparnisse. Denn es werden nicht nur Schnittstellen reduziert und der Koordinationsaufwand sinkt. Durch das gezielte Nutzen von externen Ressourcen und Know-how entstehen Synergien für alle Beteiligten und die eigene Wettbewerbsfähigkeit wird verbessert.

Durch das Auslagern von Prozessschritten an Lieferanten wird nicht nur deren Wertschöpfungsanteil gesteigert, sondern auch ihre Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und sich zu profilieren. Das Bündeln der Beschaffungsvolumen auf wenige Single- und Dual-Sources sowie Konzepte für die Baugruppenbeschaffung beeinflussen diese Entwicklung.

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Differenzierte Behandlung

In komplexen Beschaffungssystemen müssen die unterschiedlichen Lieferantengruppen zwingend differenziert behandelt werden. Unternehmen sollten je nach Anforderungsprofil unterschiedliche Formen der Partnerschaft entwickeln. Um die strategischen und wirtschaftlichen Beschaffungsziele zu erreichen, empfiehlt es sich, für unterschiedliche Bedürfnisse auch spezifische Lieferantenprofile zu entwickeln und das Lieferantennetzwerk entsprechend auszubauen. Mit dem Supplier-Relationship-Management (SRM) wird die zielorientierte Qualifikation der Lieferanten konsequent weiterentwickelt. Prozessanalysen zeigen, dass bis zu 80% der Beschaffungsaktivität in Bereichen erfolgen, die nicht zum Einkauf gehören. Dem Prozessmanagement in der Beschaffung sollte deshalb ein hoher Stellenwert beigemessen werden.

Eine enge Zusammenarbeit der Beschaffung mit der Entwicklung ist heutzutage unerlässlich, denn Engpassprodukte deuten vielfach auf ein Over-Engineering und mangelnde Berücksichtigung der Beschaffung im Entwicklungsprozess hin. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Unternehmen das Lieferantenmanagement heutzutage auf der strategischen Ebene ansiedeln.

Von der Suche nach dem passenden Lieferanten, über die Lieferantenentwicklung bis hin zu ausschlaggebenden Bewertungsgrundsätzen und dem Lieferantenaudit verbindet das 83-seitige Arbeitshandbuch Lösungsansätze mit Praxiserfahrung der Autoren aus globalen Einkaufs- und Beschaffungsprojekten in Industrie und Handel.