Früher standen im Rechenzentrum Server in Reih und Glied, aufgeteilt nach Mail, Exchange oder Database. Die energieeffiziente Geräteanordnung war ebenso wenig ein Thema wie die Kosten für Energie und Raumbedarf.

Heute ist das Rechenzentrum zwar immer noch das Herz des Unternehmens, die Kupfer- oder Glasfaserarterien gehen aber auch in die mobile Welt. Man spricht von durchgehender Virtualisierung, wenn nicht mehr jeder physikalische Server nur eine Aufgabe hat, Aufgaben und dafür benötigte Ressourcen nur noch auf Zeit zusammengestellt werden, auf dem Schreibtisch nur noch ein Ein-/Ausgabegerät steht und Daten und Programme sicher im Rechenzentrum verbleiben.

Aufwand reduzieren

Und wenn dieses Rechenzentrum im Internet zusammengestellt wird, dann spricht man von Cloud Computing. Das Management dieser komplexen Umgebung erfordert nicht nur grösseres Know-how beim Menschen, es braucht auch Software, die dieses Herumschieben von Kapazitäten, das Zusammenstellen von Features und den Transport von Daten in unterschiedlichste Richtungen ermöglicht und steuert.Der Energie- und Platzbedarf im Rechenzentrum sinkt - und damit die Kosten. Die fortschreitende Globalisierung fordert eine sichere, flexible und kostengünstige Datenübertragung.

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Ob und was im Unternehmen virtualisiert werden soll, bedarf der genauen Analyse. Je mehr gehostete Server, desto stärker kommen die Vorteile der Virtualisierung zum Tragen. Das Gleiche gilt, wenn viele Mitarbeiter auf die gleiche Anwendung zugreifen müssen, z.B. in einem Call Center. Generell hilft Virtualisierung, Server zu konsolidieren, Kosten zu senken und den Administrationsaufwand zu minimieren.Wie positiv sich eine konsequente Virtualisierung auswirken kann, hat das Zürcher KMU Fischer Chemicals erfahren. Durch Expansion und Wachstum hatten sich die Anforderungen an die IT drastisch erhöht. «In unserer bisherigen Umgebung gab es immer das Risiko, dass Systeme wie der Exchange-Server bei einem Hardwareausfall längere Zeit nicht zur Verfügung standen», erklärt CFO René Rubas. Durch die Virtualisierung der Serversysteme liess sich sicherstellen, dass Anwendungen auch bei Hardwarestörungen nutzbar sind.

Management notwendig

Geht man aber einen Schritt weiter, in die Cloud, wird der Boden noch rutschiger. Die Definition und später auch die Einhaltung von Service Level Agreements werden nicht einfacher, die Anforderungen an Ausfallsicherheit steigen. Der Rechenzentrumsleiter ist zum Manager eines hochkomplexen Systems mutiert, das längst vom Erfüllungsgehilfen zum geschäftskritischen Treiber oder Blockierer wurde.

Virtualisierung erfordert einen umfassenden IT-Ansatz. Eine durchgängige Struktur sorgt für maximale Performance, Sicherheit und Flexibilität - bei minimalen Kosten. Alle Komponenten werden zentral verwaltet, und ein Unternehmen kann diese Dienste beruhigt an Spezialisten auslagern, um sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.