Können Sie sich ein Zuhause ohne Aussenraum vorstellen? - Eben. Gärten, Balkone und Terrassen sind hierzulande zum selbstverständlichen Bestandteil der Wohnkultur geworden. Im zeitgenössischen Wohnbau gehört der Aussenraum zum integrativen Bestandteil der Architektur. Innovative Überbauungen trumpfen mit grosszügigen, raffiniert in den Grundriss eingefügten Loggien, weiten Terrassen und Balkonen auf.

Entwicklung der Freizeitkultur

Im Zuge umfassender Renovationen erhalten auch viele ältere Mietshäuser grössere oder zusätzliche Balkone. Es sind verschiedene kulturelle und soziale Entwicklungen, welche zu diesem Trend geführt haben: Zuerst einmal musste sich die Freizeitkultur entwickeln. Sie war bis weit ins 20. Jahrhundert ein Privileg der Oberschicht und wurde erst in den letzten Jahrzehnten zum Allgemeingut.

Nicht zuletzt durch die in den 1950er Jahren gross in Mode gekommenen Reisen ans Mittelmeer entdeckte der Mittel- und Nordeuropäer ein bis dato unbekanntes Savoir Vivre und eine ganz neue Attraktivität des Aussenraums. So begann man auch hierzulande, Gärten, Balkone und Terrassen als wertvolle Sommerwohnräume zu schätzen. Was bis dahin als funktionale Wirtschaftsräume und Nutzfläche genutzt worden war, verwandelte sich in neuen Wohnraum.

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Seit ein paar Jahren nun erhält der private Aussenraum zusätzlichen Auftrieb. Auslöser ist ein Trend, den man «Cocooning» nennt: Es handelt sich dabei um den Rückzug des Menschen in seine eigenen vier Wände, bedingt durch die unsichere politische und wirtschaftliche Weltlage. So kommt es, dass unsere Terrassen, Balkone und Gärten in den vergangenen Jahren zum zusätzlichen Wohnzimmer geworden sind. Beschränkte sich das Angebot früher vor allem auf Gartenstühle, Tische, Bänke und Sonnenliegen, findet man nun sozusagen jedes Einrichtungsstück für drinnen auch als Outdoor-Version. Einen grossen Beitrag dazu geleistet hat die deutsche Firma Dedon: Dem Fussballer Bobby Dekeyser kam bereits Ende der 1980er Jahre die Idee, ein «Wohnzimmer für draussen» zu kreieren. Ihm schwebte eine Möblierung vor, welcher weder Hitze, Kälte noch Feuchtigkeit etwas anhaben können und die von aussergewöhnlicher Farbechtheit und Stabilität ist. Das Know-how dazu holte er sich aus dem eigenen Familienbetrieb, welcher auf Plastikherstellung spezialisiert war. 1990 gründete er die Firma Dedon und setzte mit seinen Korbmöbeln aus einer höchst widerstandsfähigen Kunststofffaser zum Siegeszug um die Welt an. Diese Faser wird übrigens in Norddeutschland hergestellt und ist ökologisch abbaubar.

Hightech-Fäden

Mittlerweile setzen zahlreiche andere Firmen auf die Produktion von innovativer Terrassenmöblierung. Dabei geht die italienische Designerin Paola Lenti noch einen Schritt weiter: In ihrer gleichnamigen Firma hat sie mehrere Hightech-Fäden entwickeln lassen, welche nicht nur auf Gartenmöbel gespannt, sondern auch zu wetterfesten Teppichen und Kissen verwoben werden und dem Aussensitzplatz eine ganz neue Wohnlichkeit verleihen.

Den nächsten konsequenten Schritt in Sachen Gartenmöblierung hat nun Electrolux Schweiz getan: Die Tochtergesellschaft des schwedischen Haushaltgeräteherstellers lanciert diesen Frühling exklusiv die erste Küche auf Rädern. Entwickelt und produziert in der Schweiz, lässt sich die «Profiline Outdoor Kitchen» auf die Terrasse und in den Garten fahren. Das schicke Kochmobil im Edelstahlkleid vereint alle wichtigen Kochfunktionen und bietet ausserdem grosszügigen Stauraum. Es lässt sich individuell mit Kochfeldern, Teppan Yaki, Wok und Backofen bestücken, wobei Induktionstechnologie für einen gemässigten Energieverbrauch und eine angenehme Bedienung sorgt. Eine gute Figur macht die kleine Luxusküche natürlich auch in einem geräumigen Loft oder genügend grossen Firmenräumlichkeiten. Mit der «Profiline Outdoor Kitchen» hat sich die Küche definitiv von ihrem Kammerdasein verabschiedet. Der Aussenbereich auf der anderen Seite wird um ein wichtiges Wohnelement reicher.

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