Während in der Automobilbranche oder auch im Bekleidungsmarkt die Individualität an Bedeutung gewinnt, gibt es in der IT-Industrie vor allem einen Trend: Das Gleiche zu unterschiedlichen Preisen. Allen voran die Hardwarehersteller. Fast alle bauen ihre Rechner aus denselben Komponenten einer Hand voll Hersteller zusammen – die meisten davon mit Sitz in Asien. Die verbleibenden Differenzierungsmerkmale sind Design und Marketing. Und selbstver-ständlich der Preis. Dieser spielt zwar auch bei Business-Software eine grosse Rolle, aber nie im selben Masse. Was hier vor allem zählt, sind möglichst massgeschneiderte Lösungen.

Keine 08/15-Lösungen

Anders als in anderen Branchen, wo eben dieser Leitsatz mehr Marketing-Gag denn Realität ist, müssen die Bausteine einer Unternehmenssoftware auf die jeweiligen Anwender abgestimmt sein. Nicht selten erfordert das kreative Neuansätze und eine tiefe Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Unternehmen und deren Geschäftsabläufen.

Meist genügt es nicht, einfach eine Standardlösung anzubieten, zu verkaufen und zu implementieren. Denn spätestens bei diesem Prozess tauchen spezifische Unternehmensbedürfnisse auf, die das 08/15-Produkt nicht abdeckt. Für Entwickler und Verkäufer bietet das gleichermassen die Chance, innovativ zu sein und bleiben zu können. Insbesondere dann, wenn sie ihre Software und Dienstleistungen kleinen und mittelgrossen Unternehmen offerieren wollen.

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Die Firmen ihrerseits müssen ihre Erwartungen und Anliegen klar formulieren, und alles daran setzen, dass sie auf sie zugeschnittene Lösungen erhalten. Nicht dass die Business-Software-Branche auch noch auf den IT-Weg der Gleichmacherei gerät. Das wäre zum Schaden von Anbietern und Käufern.

Das dem absehbar nicht so ist, zeigt die Topsoft-Messe in Bern. Sie steht für Vielfalt.