Die Schweizer Konzessionäre von Marken der deutschen Volkswagengruppe stehen im Visier der Wettbewerbshüter. Sie haben möglicherweise Rabatte und Pauschalabzüge für Neuwagen der Marken VW, Audi, Skoda und Seat abgesprochen. Angestossen hat die Untersuchung die Amag-Gruppe.

Wie kam die Meldung der Amag an die Weko zustande?
Morten Hannesbo:
Ein Mitarbeiter bei Amag Import wurde von einem Händler kontaktiert, mit sinngemäss der Frage, ob das «vorgesehene Vorgehen» in Ordnung sei. Dieser informierte die oberste Geschäftsleitung, die dann nach Klärung des Sachverhalts umgehend eine Bonusmeldung bei der Weko erstattete.

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Hat ein Händler gedroht, sich an die Weko zu wenden?
Nein. 

Was bedeutet die Untersuchung für das Preisgefüge?
Aufgrund des schnellen Handelns von der Amag gibt es keine Anzeichen, dass eine mögliche Preisabrede Wirkung entfalten konnte. Zudem ist das Preisgefüge schon heute im Automobilhandel sehr volatil.

Hat die Amag ähnliche Absprachen auch von der Konkurrenz vernommen?
Im aktuellen Fall handelt es sich nach unserem Wissen um die Intention einer Abrede, die aber noch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Zu unseren Wettbewerbern äussern wir uns nicht.

Was ist die Reaktion der Amag-Händler?
Es handelt sich hier um Einzelpersonen, die involviert sind. Seitens Handelsorganisation haben wir bisher keine negativen Reaktionen. Es wird geschätzt, dass wir offen, ehrlich, transparent und korrekt gehandelt haben.