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Philadelphia
Eklat bei Starbucks: Chef muss sich entschuldigen

Starbucks
Starbucks Coffee: Das Headquarter ist in Seattle, Washington.Quelle: Keystone .

Die Festnahme von zwei Afroamerikanern in einer Starbucks-Filiale hat hohe Wellen geworfen. Der Konzernchef hat sich entschuldigt.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Nach der Festnahme von zwei Afroamerikanern in einer Starbucks-Filiale hat sich Konzernchef Kevin Johnson öffentlich für den Vorfall entschuldigt. Es sei falsch gewesen, die Polizei einzuschalten, erklärte Johnson am Wochenende.

Bereits am Donnerstag waren in einem Starbucks-Café in Philadelphia zwei afroamerikanische Männer festgenommen worden. Das Personal warf ihnen nach Polizeiangaben Störung und unbefugtes Betreten vor, weil sie keine Bestellung aufgaben. Die beiden hätten angegeben, auf einen Freund zu warten.

Anzeige

Der Vorfall wurde von einem Kunden per Video dokumentiert, das im Internet verbreitet wurde. Daraufhin wurden Vorwürfe laut, die Anzeige gegen die zwei Beschuldigten und die anschliessende Festnahme seien nur wegen deren Hautfarbe erfolgt. Philadelphias Polizeipräsident Richard Ross, der selbst Afroamerikaner ist, verteidigte das Vorgehen seiner Beamten als völlig pflichtgemäss und korrekt. Seinen Angaben zufolge wurden die beiden Männer umgehend auf freien Fuss gesetzt, nachdem Starbucks die Anzeige fallengelassen habe.

Konzernchef Johnson erklärte: «Es fällt schwer, sich das von Kunden aufgenommene Video anzuschauen. Das dort zu sehende Vorgehen ist nicht repräsentativ für unsere Starbucks-Ziele und -Werte.»

(reuters/ise/mbü)