Paukenschlag bei Accor : Der französische Hotelkonzern hat seinem obersten Angestellten nach einem Streit über die Strategie den Stuhl vor die Tür gesetzt, und das sofort. Bei einer auf Wunsch des bisherigen Konzernchefs Denis Hennequin einberufenen Sitzung des Verwaltungsrates hätten die Aufseher eine beschleunigte Umsetzung der Unternehmensstrategie verlangt, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Im abgelaufenen Jahr war Accor - Besitzer unter anderen der Marken Ibis, Mercure, Sofitel, Thalassa und Pullmann - durch den verlustreichen Verkauf seiner nordamerikanischen Billigkette Motel 6 tief in die roten Zahlen gestürzt. In das neue Jahr waren die Franzosen zudem mit rückläufigen Umsätzen gestartet. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation und des sich schnell verändernden Wettbewerbsumfeldes muss Accor nach Ansicht des Verwaltungsrats mehr Gas geben.

Der Chef meldete Vorbehalte an

Deshalb sollten alle Kräfte darauf ausgerichtet sein, das Geschäftsmodell des Konzerns an den Wandel anzupassen. Auf die Vorbehalte von Hennequin reagierten die Aufseher eindeutig und mit einer Stimme. Zum Übergangschef wurde der bisher für das operative Geschäft zuständige Yann Caillere bestimmt.

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(se/awp)