Die schwedische AEG-Mutter Electrolux baut mit einer milliardenschweren Übernahme ihre Präsenz auf dem wichtigen US-Markt aus. Für 3,3 Milliarden Dollar in bar kaufen die Schweden die Hausgeräte-Sparte des US-Mischkonzerns General Electric, wie Europas grösster Hersteller von Elektroherden, Kühlschränken und Waschmaschinen am Montag mitteilte.

Es ist die grösste Übernahme, die Electrolux jemals getätigt hat. Die Nummer zwei der Branche nimmt damit auch den Weltmarktführer Whirlpool auf dessen ureigenen US-Terrain stärker in die Zange. Die Übernahme trieb die Electrolux-Aktien am Montag auf ein Rekordhoch. Sie stiegen in der Spitze um 9,3 Prozent auf 205 Kronen.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Umsatzverdoppelung

Dass der Deal bald bekanntgegeben werde, wurde bereits seit geraumer Zeit gemunkelt. Von der Übernahme versprechen sich die Schweden, die neben AEG auch die Marken Frigidaire und Zanussi im Programm haben, ihren Umsatz in Nordamerika zu verdoppeln. Bereits im vergangenen Jahr waren sie in den USA deutlich schneller als in Europa gewachsen. 2013 trug das US-Geschäft mit 4,5 Milliarden Dollar fast ein Drittel zum Gesamtumsatz von Electrolux bei.

Die GE-Sparte verkauft Hausgeräte der Marken Hotpoint, GE Monogram und GE Cafe. GE-Chef Jeffrey Immelt will sich von den dem Bereich trennen, um sich mehr auf Geschäftsteile mit höheren Wachstumsraten konzentrieren zu können.

Whirlpool hatte im Juli angekündigt, mit einem Zukauf in Italien sein Europa-Geschäft zu stärken. Der US-Konzern legte ein Angebot für den italienischen Konkurrenten Indesit vor. Whirlpool verkauft seine Produkte auch unter den Namen Bauknecht und KitchenAid.

(reuters/ise)