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Notstand
Electrolux stoppt Produktion in Ägypten

Der schwedische Hauptsitz von Electrolux: In Ägypten müssen die Angestellten derzeit nicht zur Arbeit. (Bild: Keystone)

Der weltweit zweitgrösste Haushaltsgeräte-Hersteller lässt seine 7000 Arbeiter in Ägypten zuhause bleiben. Mindestens bis am Samstag steht die Produktion von Electrolux still.

Veröffentlicht am 15.08.2013

Angesichts der blutigen Auseinandersetzungen in Ägypten stoppt der weltweit zweitgrösste Haushaltsgeräte-Hersteller Electrolux seine Produktion in dem Krisen-Land. «Wir beobachten die Sicherheitslage und werden dann entscheiden, ob die Leute wieder arbeiten gehen sollen», sagte ein Konzernsprecher in Stockholm.

Am Samstag werde überprüft, ob die Produktion wieder aufgenommen werden könne. Die AEG-Mutter beschäftigt rund 7000 Mitarbeiter in Ägypten. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen dort rund 232 Millionen Euro um - bei einem Gesamtumsatz von fast 13 Milliarden Euro.

Notstand in weiten Teilen des Landes

Das ägyptische Militär hatte am Mittwoch die Protestlager der Muslimbrüder und anderer Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi in der Hauptstadt Kairo geräumt. Dabei und bei Ausschreitungen in anderen Landesteilen wurden nach offiziellen Angaben etwa 300 Menschen getötet.

Die islamistische Muslimbruderschaft sprach von 2000 Toten. Die Regierung verhängte die Notstand über weite Teile des Landes.

(jev/tno/sda)

 

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