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Finanzierung
Elektroautobauer Tesla zahlt Staatskredit zurück

Modell S: Die Hoffnung von Tesla. (Bild: ZVG)

Neun Jahre früher als nötig gibt der amerikanische Hersteller von Elektroautos 450 Millionen Dollar an die amerikanische Regierung zurück, die er einst als Starthilfe erhalten hatte.

Veröffentlicht am 23.05.2013

Tesla hatte vor fünf Jahren insgesamt 465 Millionen Dollar für die Entwicklung umweltfreundlicher Autos vom amerikanischen Energieministerium bekommen. Seit 2012 wurden erste Raten zurückgezahlt. Nun wird mit der Überweisung von rund 451,8 Millionen Dollar auf einen Schlag der gesamte restliche Kredit samt fälliger Zinsen getilgt. Das Unternehmen hatte sich vergangene Woche stattdessen rund eine Milliarde Dollar über die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen beschafft.

Das Staatsgeld hatte Tesla in den vergangenen Jahren durch die zeitweise hohen Verluste geholfen - aber zugleich auch in die Schusslinie erbitterter politischer Debatten um die Energiepolitik von Präsident Barack Obama gebracht. So hatte der republikanische Herausforderer Mitt Romney im Wahlkampf Tesla zu den «Verlierern» gezählt, bei denen Staatsgeld versande. Tesla hatte den Kredit 2007 beantragt und 2010 bekommen. Er lief bis Ende 2022.

Den allerersten Quartalsgewinn

Tesla hatte zuletzt den ersten Quartalsgewinn in der zehnjährigen Firmengeschichte geschafft. Grundlage dafür waren besser als erwartet ausgefallene Verkäufe der Elektro-Limousine Model S. An Tesla ist auch der Autokonzern Daimler beteiligt. Die Deutschen hielten bis zuletzt 4,3 Prozent, nach der jüngsten Ausgabe neuer Aktien wird der Anteil allerdings gesunken sein.

(se/rcv/sda)

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