Die Fluggesellschaft Emirates hat nach dem mutmasslichen Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine Konsequenzen für die zivile Luftfahrt gefordert. Es müsse neu definiert werden, wie die Airlines mit dem Überflug von Krisengebieten umgehen sollten, sagte Emirates-Präsident Tim Clark der Nachrichtenagentur Reuters.

So könne der Dachverband Iata eine Branchen-Konferenz einberufen, um über notwendige Änderungen zu beraten. Eine Idee könne sein, dass sich die Behörden in den jeweiligen Ländern mehr einbringen in die Entscheidung darüber, wo ihre Fluggesellschaften sicher fliegen könnten.

Keine Raketen-Abwehr

Clark sprach sich zugleich gegen die Idee aus, Flugzeuge mit einer Raketen-Abwehr auszurüsten. «Wenn wir ein Flugzeug nicht mehr nicht frei und unbelastet von der Sorge vor einem Abschuss fliegen lassen können, dann sollten wir es gar nicht mehr fliegen lassen.» Emirates aus Dubai gehört zu den grössten Unternehmen der Branche.

Die malaysische Boeing 777 mit rund 300 Menschen an Bord war am Donnerstag im umkämpften Osten der Ukraine mutmasslich abgeschossen worden. Sie befand sich auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Die ukrainische Regierung und prorussische Aufständische warfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug attackiert zu haben.

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(sda/gku)