Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat sich den grössten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte gesichert. Der Konzern wird der arabischen Airline Emirates für 50 Riesen-Flugzeuge vom Typ Airbus A380 die Motoren liefern. Wie beide Firmen am Freitag mitteilten, hat die Order ein Volumen von 9,2 Milliarden Dollar. An der Londoner Börse stiegen Rolls-Royce-Aktien daraufhin zeitweise um gut zwei Prozent.

Emirates bestellt damit erstmals für seine A380-Flotte Motoren von Rolls-Royce. Bisher lieferte ein Joint Venture der US-Rivalen General Electric (GE) und Pratt & Whitney die Motoren nach Dubai. Rolls-Royce ist nach GE die Nummer zwei am Markt. Der Auftrag dürfte die Bilanz der Briten verbessern, die Investoren zuletzt gewarnt hatten, der Gewinn werde dieses Jahr wohl um bis zu 13 Prozent fallen.

Zufriedener Rolls-Royce-Chef

Das Geschäft ist eine der grössten Exportbestellungen für eine in Grossbritannien ansässige Firma, schreibt die arabische Airline in einer Medienmitteilung. Die Partnerschaft sei ein «bedeutender» Meilenstein für die Luftfahrtindustrie und sichere Arbeitsplätze in der Lieferkette von Rolls-Royce, die von Bristol bis Schottland reiche. Ausserdem stärke es die Handelsbeziehungen der beiden Länder: Bislang belief sich der bilaterale Handel Schätzungen zufolge auf 13 Milliarden US-Dollar pro Jahr, wie Emirates schreibt.

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Der Chef des britischen Motorenbauers ist angesichts des Mega-Deals voller Lob für die arabische Airline: «Der Erfolg von Emirates in den vergangenen 30 Jahren war aussergewöhnlich», wird John Rishton in der Medienmitteilung zitiert. «Rolls-Royce ist stolz, Teil dieses Erfolgs zu sein und Emirates-Flugzeuge seit 1996 anzutreiben. Wir freuen uns, dass Emirates mit dieser grössten Bestellung in der Geschichte von Rolls-Royce unserer Technologie erneut das Vertrauen ausgesprochen hat.»

(reuters/ise/ama)