Emmi-Chef Urs Riedener will am Expanionskurs im Ausland festhalten. Am nötigen Kleingeld dafür fehlt es nicht: «Etwas unter 1 Milliarde Franken würden für Übernahmen durchaus drin liegen», sagt er im Interview mit der «Handelszeitung». Man habe stets eine Liste mit rund zwanzig Unternehmen im Blick.  

 

Allerdings sei es im gegenwärtigen Umfeld schwierig, wertschöpfende Übernahmen zu machen. «Bio, regional, wertehaltig: Das suchen heute sehr viele.» Man sei deshalb froh, dass man schon ein paar gute Übernahmen im Ausland habe tätigen können.  

 

«Zucker nicht verteufeln»  

 

Riedener ärgert sich über die Diskussionen um den Zuckergehalt in Nahrungsmitteln. «Die Leute lassen sich nicht vorschreiben, wie viel Zucker sie essen sollen», erklärt Riedener, «und das ist gut so.» Er sei dagegen, dass bestimmte Nahrungsmittel verteufelt würden.  

 

Vor ein paar Jahren habe man das mit dem Fett gemacht, jetzt sei der Zucker dran. «Auch hier droht eine Überreaktion.» Im Übrigen sei Emmi seit Jahren daran, den Zuckergehalt der eigenen Produkte zu senken.

 

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen « Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.