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Nahrungsmittel
Emmi kauft in Nordamerika zu

Emmi-Chef Urs Riedener: Lobt lange Zusammenarbeit mit J.L. Freeman.   Keystone

Das kanadische Unternehmen J.L. Freeman macht Millionen mit Käseimporten - und geht jetzt in den Besitz von Emmi über. Erst im Dezember hatten die Schweizer in den USA einen Rückzieher gemacht.

Veröffentlicht am 12.01.2015

Emmi kauft das Käsegeschäft des kanadischen Nahrungsmittelimporteurs J.L. Freeman. Damit stärke Emmi die Präsenz in Nordamerika, und der Marktzugang für Exporte aus der Schweiz werde gesichert, teilte der grösste Schweizer Milchverarbeitungskonzern mit.

J.L. Freeman importiert Spezialitätenkäse hauptsächlich aus der Schweiz, aber auch aus Italien und Frankreich. Mit dem Käsegeschäft allein wird J.L. Freeman laut Mitteilung im Jahr 2015 einen Umsatz von umgerechnet knapp 35 Millionen Franken erzielen.

Management soll bleiben

Emmi will die Transaktion im ersten Quartal 2015 vollziehen, sobald die notwendigen Bewilligungen der kanadischen Behörden vorliegen. Über den Kaufpreis schweigt sich Emmi aus.

J.L. Freeman werde nach der Übernahme weiterhin vom heutigen Management geführt, hiess es weiter. Das Unternehmen mit Sitz im kanadischen Boucherville beschäftigt 18 Mitarbeitende und importiert neben Käse auch alkoholische Getränke und Gesundheitsprodukte.

Grösster Auslandsmarkt

Emmi arbeite mit J.L. Freeman seit fast 60 Jahren zusammen, wird Emmi-Chef Urs Riedener in der Mitteilung zitiert. Die USA sind der grösste Auslandsmarkt von Emmi. Der Fokus liegt dabei auf dem Spezialitätenkäsegeschäft.

Erst im Dezember 2014 wurde bekannt, dass der Schweizer Milchverarbeiter in den USA einen Rückzieher macht: Emmi verkauft das Produktionswerk für keimfreie Milchprodukte in Penn Yan im Bundesstaat New York an das US-Unternehmen KanPak.

(sda/tno/ama)
 

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