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Emmi will über Amazon verkaufen

Emmi-Chef Urs Riedener sagt, dass er Herbert Bolliger als Migros-Chef nicht nachfolgen werde.

Emmi will das Geschäft im Ausland deulich ausbauen. Internet-Gigant Amazon soll dabei helfen.

Von Andreas Güntert und Bernhard Fischer
am 26.10.2016

Emmi-Chef Urs Riedener will den Auslandumsatz auf über 50 Prozent des Gesamtumsatzes heben. Dazu lotet der Milchverarbeiter derzeit eine Kooperation mit dem Internet-Giganten Amazon aus. «Wir sind am Diskutieren und Abtasten», sagt Riedener im Interview mit der «Handelszeitung».

Das Preisbildungsmodell bei Amazon hält Riedener allerdings für «schwierig». Denn grundsätzlich bestimme der Händler den Endverkaufspreis. «Amazon aber behält seine Marge in jedem Fall. Das ist in der Kalkulation für den Hersteller relativ hässlich.» So eine Klausel würde Riedener für den Hersteller und Lieferanten Emmi mit Amazon nicht eingehen.

Umsatz verdoppeln

In Asien will der Emmi-Chef den Umsatz von 20 Millionen Franken in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Emmi verfolgt in Asien eine Exportstrategie und produziert nicht vor Ort. In Hongkong ist Emmi bereits die drittstärkste Joghurtmarke. In Singapur verkauft Riedener Emmi-Produkte in vielen Vier- und Fünf-Sterne-Hotels und bei Singapore Airlines in der Business Class sowie auch in Expat-Shops in China.

Spekulationen über seine Person als neuer Migros-Chef und Nachfolger von Herbert Bolliger erteilt Riedener im Gespräch dezidiert eine Absage.

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