Die von der Unternehmerfamilie Blocher kontrollierte Ems-Gruppe konnte den Umsatz im ersten Quartal um 8,4 Prozent auf 438 Millionen Franken erhöhen. In lokalen Währungen nahmen die Verkäufe um 18 Prozent zu, wie das Unternehmen mitteilte.

Die ungebrochen positive Konjunkturentwicklung in den weltweiten Hauptabsatzmärkten sowie erfolgreich angelaufene neue Anwendungen mit Spezialitäten hätten zu einer sehr erfreulichen Absatzentwicklung geführt, schreibt Ems. Das Umsatz- und Ergebniswachstum in Franken sei allerdings erwartungsgemäss durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächeren Fremdwährungen und die anhaltend steigenden Rohstoffpreise geschmälert worden. Dies habe sich auf die beiden Geschäftsbereiche niedergeschlagen. Verkaufspreiserhöhungen bei den Kunden seien unumgänglich geworden.

Im Hauptbereich der Polymeren Werkstoffe stieg der Umsatz um 9,5 Prozent auf 359 Millionen Franken bzw. um 19 Prozent in Lokalwährungen. Das Geschäft mit Spezialitäten wurde weiter ausgebaut und neue Anwendungen erschlossen. Besonders positiv entwickelten sich den Angaben zufolge Metallersatz-Anwendungen, insbesondere mit Hochtemperaturwerkstoffen. Aufgrund der allgemein sehr hohen Nachfrage investiert Ems insgesamt über 100 Millionen Franken in zusätzliche Produktionslinien, welche bereits in den nächsten Monaten in Betrieb gehen. Dazu gehört eine weitere Hochtemperaturwerkstoff-Anlage, welche Mitte Jahr ihren Betrieb aufnehmen wird.

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Im Nebenbereich Feinchemikalien/Engineering erwirtschaftete die Ems-Gruppe im ersten Quartal 79 Millionen Franken, ein Plus von 3,9 Prozent. In Lokalwährungen lag der Zuwachs dort bei 15 Prozent. Die Marktpositionen seien ausgebaut worden, hiess es.

Ausblick bleibt positiv

Ems geht von einer weiter positiven konjunkturellen Entwicklung bei anhaltend steigenden Rohstoffpreisen und ungünstigen Währungsverhältnissen aus. Als Konsequenz steigender Rohstoffpreise seien Preiserhöhungen für die Folgeprodukte zu erwarten und inflationäre Entwicklungen nähmen zu. Ems setzt laut Mitteilung die Strategie der Konzentration auf Spezialitäten im Bereich der Polymeren Werkstoffe fort. Der Spezialchemiekonzern will den Entwicklungen auf der Währungs- und Rohstoffseite mit "raschen und konsequenten" Verkaufspreiserhöhungen und Effizienzsteigerungsprogrammen begegnen.

Das Unternehmen bestätigte den Ausblick. Für 2011 erwartet Ems unverändert einen leicht höheren Umsatz und ein leicht höheres Betriebsergebnis (EBIT) als im Vorjahr.

(rcv/cms/awp)