1. Home
  2. Unternehmen
  3. Ems-Chemie trotzt der Frankenstärke

Unternehmen

Ems-Chemie trotzt der Frankenstärke

Die Ems-Chemie hat ein gutes Jahr hinter sich. (Bild: Keystone)

Bei der Ems-Chemie läuft (fast) alles wie geschmiert: Der Spezialchemiekonzern hat im vergangenen Jahr sowohl den Gewinn wie auch den Umsatz steigern können - und dies nach dem Rekordumsatz aus dem Vo

Veröffentlicht am 10.02.2012

Ems ist nicht zu stoppen: Ein Jahr nach dem Rekordumsatz hat der Spezialchemiekonzern Ems erneut zulegen können. Die Gruppe, die von der Unternehmerfamilie Blocher kontrolliert wird, steigerte den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2011 um 3,9 Prozent auf 1,658 Milliarden Franken. Damit nicht genug: Auch der Gewinn konnte gesteigert werden. Unter dem Strich verdiente Ems-Chemie 242 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilt. Dies sind 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 4,4 Prozent auf 294 Millionen Franken.

Ein gutes konjunkturelles Umfeld sowie Neugeschäfte mit Spezialitäten hätten zu höheren Verkaufsmengen geführt, analysiert der Konzern. Dies trotz der steigenden Rohstoffpreise, die Ems durch wiederholte Preiserhöhungen an die Kunden weitergab. Ein noch besseres Ergebnis machte der starke Franken zunichte. Gemäss dem Spezialchemiekonzern bremsten die ungünstigen Währungsverhältnisse das Umsatz- und Ergebniswachstum «substantiell». In lokalen Währungen legten Umsatz um 15,5 Prozent und EBIT um 25,5 Prozent nämlich deutlich stärker zu. Ems erwirtschaftet gemäss eigenen Angaben 95 Prozent des Umsatzes ausserhalb der Schweiz.

Wachstumsmärkte mit Potential

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwartet Ems in den Regionen Kanada, USA, Mexiko sowie in Asien und insbesondere China ein weiteres Wachstum. In Europa rechnet der Konzern wegen der «ungelösten Struktur- und Schuldenprobleme» mit einem Minus. Insgesamt erwartet er bei Umsatz und EBIT ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe. Ems will vor allem im Bereich der Polymeren Werkstoffe, das sind Kunststoffe und Gummi, wachsen. Es werde allerdings die bestehenden finanzpolitischen Risiken berücksichtigen und die Kosten im Auge behalten, schreibt das Unternehmen.

(muv/sda/awp)

Anzeige