Der Energiekonzern Axpo verkauft sein Baugeschäft für Biogasanlagen an die japanische Hitachi Zosen Inova (HZI), Weltmarktführer bei Verbrennungsanlagen. Unternehmenskenner vermuten bei dem Deal einen zweistelligen Millionenabschreiber für den staatlichen Energiekonzern, schreibt die «Handelszeitung» in ihrer neuesten Ausgabe. Der Stromkonzern will die Zahlen nicht kommentieren.

Mit dem Verkauf der Kompogas-Sparte trennt sich Axpo komplett vom internationalen Anlagenbau und beschränkt sich auf den Betrieb von 15 Standorten in der Schweiz, welche weiterhin Axpo gehören. Hitachi kauft weltweit nur Markenrechte, Know-How sowie künftige Projekte und übernimmt insgesamt 26 Mitarbeiter. Auf Anlagen, die sich im Bau oder einer Garantiephase befinden, bleibt Axpo sitzen. 

Seit 2006 im Biogas-Business

Axpo ist 2006 ins Biogas-Geschäft eingestiegen und hat, gemäss eigenen Angaben, mit dem Bau von über 70 Biogas-Anlagen wesentlich zum Ausbau der Technologie beigetragen. Da sich die beiden Geschäftsfelder Betrieb und Anlagebau im Laufe der Zeit aber immer mehr zu eigenständigen Bereichen entwickelt hätten, wurden sie auf Ende 2013 innerhalb von Axpo Kompogas rechtlich und organisatorisch entflechtet, heisst es in einer Medienmitteilung.

Der Energiekonzern schreibt weiter: «Mit HZI hat Axpo nun für den Bereich Anlagenbau eine neue Muttergesellschaft gefunden, die über grosse Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Energiegewinnung aus Bioabfällen verfügt.»

 

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