Deutschlands zweitgrösster Energiekonzern RWE leidet weiterhin unter dem Atomausstieg und einer schwächeren Nachfrage in Europa. Auch das Gasgeschäft belastet weiterhin. In den ersten drei Monaten erzielte der Dax-Konzern einen leichten Umsatzrückgang von einem Prozent auf 15,59 Milliarden Euro, wie RWE in Essen bekanntgab.

Das betriebliche Ergebnis ging um 13,8 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro zurück. Das um eine Reihe von Sondereffekten bereinigte so genannte nachhaltige Nettoergebnis ging um 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Ohne diese Bereinigungen fiel der Rückgang mit fast 28 Prozent noch höher aus. Mit den Zahlen lag RWE noch ein bisschen unter den Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten.

Prognose bleibt

In dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres waren die Veränderungen nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima erst zu einem geringen Anteil eingeflossen, damit lässt sich ein Teil der Rückgänge begründen. Jedoch hatte der Konzern auch im vergangenen Jahr schon mit erheblichen Problemen zu kämpfen, ein wesentlicher Belastungsfaktor war das rückläufige Gashandelsgeschäft.

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Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. So soll das Ergebnis im laufenden Jahr stabil gehalten werden, trotz des Verkaufs von Randgeschäften im Volumen von bis zu sieben Milliarden Euro. 2011 war der bereinigte Gewinn um ein Drittel auf 2,48 Milliarden Euro gefallen.

(muv/chb/awp)