Axpo hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 einen Gewinn von 213 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies fast 25 Prozent weniger. Das Ergebnis sei erneut stark durch Sonderfaktoren geprägt, teilte der Konzern mit. Insbesondere schlug laut Axpo die tiefere Bewertung von Beteiligungen, des Kraftwerkparks und der Bezugsverträge mit 760 Millionen stark negativ zu Buche.

Hier würden sich die Auswirkungen der tiefen Preise am Strommarkt zeigen. «Die abnehmende Energienachfrage aufgrund der flauen Konjunkturlage in Europa, tiefe Preise für CO2-Zertifikate und die weiter steigende Einspeisung von subventionierter Energie führen zu anhaltend tiefen Grosshandelspreisen», so Axpo.

Auch der Betriebsgewinn von Axpo sinkt

Positive Effekte von 187 Millionen Franken resultierten derweil aus Entscheiden in regulatorischen Gerichtsverfahren. Diese hätten die die Netzkosten-Deklarierung der Tochter Centralschweizerische Kraftwerke (CKW) sowie die 2009 und 2010 erfolgte Belastung der Kraftwerke mit Kosten für Systemdienstleistungen betroffen. Insgesamt kam Axpo auf eine um 4,4 Prozent tiefere Gesamtleistung von 7,02 Milliarden. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit verschlechterte sich um 5,2 Prozent auf 312 Millionen.

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Für das kommende Geschäftsjahr 2013/14 erwartet der Konzern, dass die tiefen Grosshandelspreise in Europa anhalten und die «politischen und regulatorischen Unsicherheiten» gross bleiben würden. Man werde sich deshalb weiterhin auf dauerhaft tiefe internationale Marktpreise ausrichten und die Kosten weiter senken. Auch bei den Investitionen will sich der Konzern zurückhalten.

(awp/se/vst)