Viele der Referenten setzten sich intensiv mit den Strategien zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und dem nachhaltigen und breiten Energiemix auseinander. Die Potenziale von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien sollen besser ausgeschöpft werden. Zudem plädierte das Gros der Referenten für neue Kernkraftwerke und den Bau von Gaskombikraftwerken als Übergangslösung in nützlicher Frist.

Die Diskussion um die langfristig angelegten Weichenstellungen für eine sichere, effiziente und nachhaltige Energieversorgung setzte die Anwesenden zunehmend unter Strom. Die Referate von Hans Werder (Uvek), Walter Steinmann (BFE) und Gerold Bührer (Economiesuisse) zeigten ebenso übereinstimmend wie die prominenten Voten des Directeur Europe von Electricité de France, Marc Boudier, und des CEO des holländischen Übertragungsnetzbetreibers, Mel Kroon, dass sich ohne grosse Investitionen in die einheimische Energieproduktion in wenigen Jahren eine Stromversorgungslücke öffnen wird.

Als CEO der Atel forderte Giovanni Leonardi eine möglichst autarke Schweizer Stromproduktion innerhalb einer verlässlichen Einbindung in den europäischen Energiemarkt, z.B. bei den Stromhandelsabkommen. Die Entwicklung von Handel und Preisen wurde auch am zweiten Tag heftig diskutiert. Hans Schulz (Axpo Holding AG) und Jacques Piasko (EGL) forderten die Branche auf, sich endlich dem Markt zu stellen und den Trumpf der Drehscheibenfunktion nicht völlig aus der Hand zu geben. Stefan Grützmacher präsentierte als Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel einen Survival-Guide mit effizienten Geschäftsmodellen und Handlungsfeldern als Chancen für die Schweizer EVU.

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Mit dem klaren Plädoyer von Carlo Schmid-Sutter als neuem Präsidenten der ElCom und einem spannenden Podium zu den nächsten Schritten der Strommarktöffnung in der Schweiz schloss die Jahrestagung.