Was haben frühere Ereignisse wie «Schweizerhalle und Tschernobyl» mit der heutigen «Subprime-, Finanz- und Wirtschaftskrise» zu tun? Und wie reagieren die Versicherer darauf? Solche Risikothemen diskutierten kürzlich die Teilnehmer der Jubiläumsfeier 20 Jahre Stiftung Risiko-Dialog an der Universität St. Gallen, moderiert von Antje Grobe und Matthias Holenstein von der Stiftungsleitung. Der Stiftungspräsident Matthias Haller begrüsste über 100 Vertreter verschiedenster Wirtschaftsbranchen, aber auch zahlreiche Repräsentanten aus Politik und Verwaltung. Neuigkeiten gab es vorab zur Stiftung selber: Ortwin Renn, Professor der Universität Stuttgart, wird künftig gemeinsam mit Urs Berger, CEO der Mobiliar Versicherungen, Kaspar Eigenmann, Mitglied der Kommission für Ethik und Technik der Akademie der Technischen Wissenschaften, und Elgar Fleisch, Professor am Institut für Technologiemanagement der Universtität St. Gallen sowie der ETH, im Stiftungsrat des Risiko-Dialogs vertreten sein. Renn ging in einem Vortrag auf die «Risikodialoge als Voraussetzung zu einer sinnvollen Risikosteuerung» ein. Die Tagungsteilnehmenden diskutierten in Arbeitsgruppen die künftige Entwicklung zu ausgesuchten Themenkreisen wie «Energie und Infrastrukturen», «Klima und Naturgefahren», «Finanzmarktkrisen und Versicherungen», «Gesellschaftlicher Wandel», «Politische Meinungsbildung der Zukunft» und neue Technologien wie Nano, Gentechnik oder ICT. Bedeutend war der Risiko-Dialog nicht nur im Wandel der Zeit, sondern auch als generationen- und disziplinenübergreifende Idee. Zum Auftakt des festlichen Abendanlasses würdigten Bernhard Ehrenzeller, Professor und Prorektor der Universtität St. Gallen, sowie Erich Walser, Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) und Ehrensenator der Universität, die Aktivitäten der Stiftung als wertvolle Ergänzung zu Forschung und Lehre.

Anzeige