Der Ölpreisverfall drückt den italienischen Öl- und Gasproduzenten Eni tief in die Verlustzone. Der staatlich kontrollierte Konzern gab für das erste Quartal einen Nettoverlust von 792 Millionen Euro bekannt, nach einem Gewinn von 832 Millionen vor Jahresfrist. Das bereinigte Betriebsergebnis brach zwar um 95 Prozent ein auf 73 Millionen Euro, lag aber über den Analystenschätzungen. Enis Öl- und Gasförderung legte 3,4 Prozent zu.

Für positive Überraschungen hatten diese Woche bereits die Ölriesen BP, Statoil und Total mit ihren Zwischenberichten gesorgt. Die Branche stemmt sich mit Stellenstreichungen, Projektverschiebungen und Investitionskürzungen gegen den niedrigen Ölpreis.

Schuldenberg abtragen

Eni will mit dem Verkauf seiner Gas- und Stromsparte Schulden abbauen. Insidern zufolge interessieren sich die Tochter Edison der französischen EDF, Gas Natural aus Spanien sowie Centrica aus Grossbritannien für den Bereich, für den ein Kaufpreis von bis zu 3,4 Milliarden Euro im Gespräch sei.

(reuters/chb)