Die auf dem Gebiet der Industrie-Elektronik und Medizinaltechnik tätige Firma Enics Schweiz mit Sitz in Turgi AG plant den Abbau von 40 Stellen. Das Unternehmen mit derzeit 170 Angestellten begründet den Abbau mit Einbussen und dem harten Franken.

Die Stellen sollen bis April 2017 gestrichen werden, teilte Enics Schweiz AG am Mittwoch mit. Das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz habe sich wegen des starken Frankens in den vergangenen 18 Monaten zunehmend verschärft. Das Unternehmen beklagt Einbussen bei der Profitabilität und der Wettbewerbsfähigkeit.

Wiederholter Stellenabbau

Als Konsequenz will sich Enics in Turgi bei Baden reorganisieren. Mit schlankeren und flexibleren Strukturen solle die Wettbewerbsfähigkeit kurz- und langfristig gesichert werden, hiess es. Der Enis-Konzern glaubt nach eigenen Angaben an das Schweizer Werk.

Die Gewerkschaft syna und der Verband Angestellte Schweiz weisen in Stellungnahmen daraufhin, dass das Unternehmen wiederholt Stellen abbaute. 2008 habe Enics noch knapp 300 Personen beschäftigt. Nach Kurzarbeit 2013, einem Abbau von 25 Stellen 2014 und der Anwendung des GAV-Krisenartikels würden jetzt erneut Arbeitsplätze gestrichen, schreibt der Verband Angestellte Schweiz.

Konsultationsverfahren läuft

Enics ist gemäss Gewerkschaft syna ein wichtiger Zulieferer der ABB für Industrie- und Medizinaltechnik. Die grossen internationalen Firmen würden die negativen Folgen des Frankenschocks auf ihre Zulieferfirmen abwälzen. Das Konsultationsverfahren dauert bis zum 28. September. Die Arbeitnehmervertretung kann zusammen mit der Belegschaft und den Gewerkschaften Vorschläge zur Rettung der Arbeitsplätze bei der Firmenleitung einreichen. Diese wird die Vorschläge prüfen und schriftlich beantworten.

(sda/me)