Der bernische Energiekonzern BKW hat nach Einschätzung der Atomaufsicht Ensi «nachvollziehbar dargelegt», wie er das AKW Mühleberg stilllegen und dabei die grundlegenden Schutzziele einhalten will. Das Ensi schlägt allerdings 35 Ergänzungen vor.

Diese sogenannten Nebenbestimmungen betreffen unter anderem die Unterteilung der Stilllegung in drei Phasen sowie diverse Freigabepflichten. Wenn die Ergänzungen berücksichtigt würden, sei der Weg frei für die Stilllegungsverfügung, erklären das Ensi und auch die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS).

Stilllegungsverfügung wohl Mitte 2018

Der Ball liegt nun beim Bund. Das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wird die Stilllegungsverfügung voraussichtlich Mitte 2018 erlassen, wie das Bundesamt für Energie am Dienstag mitteilte.

Das AKW Mühleberg ist seit 1972 in Betrieb. Die Betreiberin BKW hat vor vier Jahren die Abschaltung auf Ende 2019 beschlossen, weil sich eine Nachrüstung finanziell nicht mehr lohnt.

(sda/gku/jfr)