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Libor
Entlassene Börsenhändler verklagen Deutsche Bank

Der Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt: Hier haben vier Trader ihren früheren Arbeitgeber verklagt. (Bild: Keystone)

Für ihre Beteiligung an der Manipulation des Leitzinssatzes hat die deutsche Grossbank mehrere Händler auf die Strasse gestellt. Nicht alle fehlbaren Angestellten wollen das so hinnehmen.

Veröffentlicht am 18.07.2013

Nach dem Auffliegen des Libor Skandals wurden von den betroffenen Banken weltweit Dutzenden von Mitarbeitern entlassen. So auch bei der Deutschen Bank: Mindestens sieben Personen verloren dort ihre Stelle, wie Bloomberg schreibt. Doch nicht alle diese Händler lassen die Kündigung auf sich sitzen. Vier der sieben ehemaligen Angestellten haben das deutsche Institut verklagt.

Bei den Betroffenen handelt es sich um hochrangige Mitarbeiter. Zwei davon trugen den Titel eines Managing Directors und weitere zwei waren im Direktorenrang angestellt. Die vier Kläger waren in Frankfurt beschäftigt. Mit einem weiteren entlassenen Händler konnte sich die Bank aussergerichtlich einigen.

Deutsche Bank noch nicht gebüsst

Das Frankfurter Arbeitsgericht habe bereits eine Schlichtung versucht, schreibt Bloomberg weiter. Eine ursprünglich für August geplante Anhörung wurde mittlerweile aber auf frühestens September verschoben.

Die Deutsche Bank hat im Zusammenhang mit den Libor-Manipulationen noch keine Busse bezahlt. Eine Einigung mit den Behörden ist laut «Financial Times» auch nicht vor Ende 2013 zu erwarten. Die Bank hat aber Rückstellungen von ungefähr 500 Millionen Euro gebildet.

(jev/aho)

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