Das Medienhaus Ringier entlässt bei ihren Westschweizer Titeln «Le Temps» und «Edelweiss» insgesamt 15 Personen. Bei der Tageszeitung «Le Temps» müssen zehn Personen gehen, beim Monatstitel «Edelweiss» fünf.

Man habe der Redaktion am Montag 8 Entlassungen (7,3 Vollzeitstellen) angekündigt, sagte Daniel Pillard am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Pillard ist Direktor von Ringier Romandie.

Nicht nur Journalisten

Die Vereinigung der Redaktion und des Personals der Zeitung habe der Direktion darauf eine Liste mit zehn Personen vorgelegt, die freiwillig die Arbeit bei «Le Temps» beenden wollen. Diese zehn Personen entsprechen gemäss Pillard 8,8 Vollzeitstellen.

Es handle sich bei den zehn Personen nicht nur um Journalisten, sagte Pillard, ohne die Zahl der Entlassungen in der Redaktion zu anzugeben. Er sprach von einer «guten Vereinbarung».

Gemeinsamer Newsroom

Das Medienhaus Ringier hatte die Tageszeitung «Le Temps» erst im April 2014 vollständig übernommen. Zuvor hatte die Zeitung dem Medienhäusern Tamedia und Ringier zu je 46,2 Prozent gehört.

Im vergangenen September kündigte Ringier an, «Le Temps» im Frühling 2015 in einen gemeinsamen Newsroom mit «L'Hebdo» und «Edelweiss» in Lausanne zusammenzuführen. Am bisherigen Hauptsitz Genf bleiben nur zehn Mitarbeitende.

Anfang März gab Ringier bekannt, dass die Frauenzeitschrift «Edelweiss» mit dem Deutschschweizer Pendant «Bolero» fusionieren wird. Die Neuorganisation soll die Attraktivität für Anzeigenkunden erhöhen und redaktionelle Synergien nutzen.

(awp/gku)