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Erdölhändler entlässt in Genf 70 Personen

Addax Petroleum: Bereits im Juli gab es Gerüchte über Schieflage der Firma. Addaxpetroleum.com

Der Öl- und Gasförderer Addax Petroleum entlässt in Genf fast einen Viertel der Mitarbeiter. Bereits im Juni konnten die Löhne nur mit Verzögerung bezahlt werden.

Veröffentlicht am 17.09.2015

Der Öl- und Gasförderer Addax Petroleum, Tochterunternehmen des staatlichen chinesischen Ölkonzerns Sinopec, entlässt in Genf 70 Mitarbeitende und damit fast einen Viertel der Belegschaft.

Wie die Sprecherin von Addax Petroleum, Marie-Gabrielle Cajoly, am Donnerstag gegenüber der sda sagte, hat Unternehmens-Chef Yi Zhang die Belegschaft am Mittwoch über den Schritt informiert. Das Onlineportal der Westschweizer Zeitung «Le Temps» hatte zuerst über die Entlassungen berichtet.

So lange wie möglich abgewartet

Bereits im Juli berichtete der Informationsdienst «Africa Intelligence», dass die 300-Mann starke Belegschaft die Löhne im Juni erst mit Verspätung erhalten habe. Das sei das erste Mal gewesen, dass die Zahlungen nicht rechtzeitig ankamen, seit die chinesische Sinopec die Firma 2009 übernahm.

Laut Cajoly ist der Schritt durch den Preiszerfall beim Erdöl unvermeidbar geworden. Die Geschäftsleitung habe so lange wie möglich abgewartet, um die Arbeitsplätze doch noch erhalten zu können. Von den tiefen Preisen sei die gesamte Branche betroffen.

Aktuell beschäftigt Addax Petroleum in Genf 250 und weltweit 1100 Personen. Von Genf aus leistet das Unternehmen technische Unterstützung und erbringt Dienstleistungen für die eigenen Produktions- und Förderbetriebe. Diese befinden sich in Nigeria, Gabun, Kamerun, im Irak und in der Nordsee. 2009 war der Genfer Öl- und Gasförderer vom chinesischen Sinopec-Konzern übernommen worden.

(sda/chb)

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