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Libor-Skandal
Erdrückende Beweise gegen Ex-UBS-Händler

Tom Hayes: Der 33-Jährige arbeitet für UBS und Citigroup. (Bilder: Keystone)

Schlechte Karten für Tom Hayes: Bei der britischen Ermittlungsbehörden heisst es, die Beweislage gegen den ehemaligen UBS-Banker als umfangreich zu bezeichnen, sei «eher eine Untertreibung».

Veröffentlicht am 04.07.2013

Die Beweise gegen den ehemaligen Händler Tom Hayes im Libor-Zinsmanipulationsskandal sind nach Darstellung der britischen Ermittlungsbehörde erdrückend. Die Beweislage als umfangreich zu beschreiben sei «eher eine Untertreibung», sagte ein Vertreter des Serious Fraud Office (SFO) bei einer Gerichtsanhörung.

Hayes selbst äusserte sich nicht. Für Oktober wurde eine weitere Anhörung angesetzt, bis dahin bleibt er gegen Kaution auf freiem Fuss. Das SFO hatte den 33-Jährigen, der für das US-Geldhaus Citigroup und die Schweizer Grossbank UBS gearbeitet hatte, wegen Verschwörung in acht Fällen angeklagt. Er gilt als zentrale Figur des weltweiten Zinsmanipulationsskandals.

Die Aufsichtsbehörden vermuten, dass Hayes und andere Tausende illegale Anfragen an Kollegen gerichtet hatten, falsche Libor-Kurse zu nennen. Sie sollen zudem mit anderen Banken sowie mindestens fünf Brokern unerlaubt zusammengearbeitet haben, um Falschinformationen zu verbreiten und andere zu beeinflussen.

Bussen in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Dollar

Der Libor ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze für Hypotheken und andere Kredite. Von ihm hängen weltweit Finanzgeschäfte im Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar ab. Er wird einmal täglich ermittelt und beruht auf Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten.

In den Manipulationsskandal sind viele Grossbanken rund um den Globus verwickelt. UBS, Barclays und die Royal Bank of Scotland mussten bereits Strafen von zusammen mehr als 2,5 Milliarden Dollar zahlen.

(tno/chb/sda)

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