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Verkehr
Erdrutsch verschüttet Bahnverbindung

Bahnhof Bern: Keine Züge aus Freiburg.   Keystone

Ein Erdrutsch hat die Bahnverbindung auf der Linie Bern-Freiburg unterbrochen.

Veröffentlicht am 13.07.2014

Die Bahnverbindung auf der Linie Bern - Freiburg ist unterbrochen. Ein Erdrutsch hat die Schienen zwischen Thörishaus Dorf und Flamatt verschüttet. Am Samstagabend waren bis zu 84 Liter pro Quadratmeter niedergegangen.

Der Unterbruch hat weitreichende Folgen, wie aus einer in der Nacht auf Sonntag verbreiteten Bahnverkehrsinformation hervorgeht. So fallen die Fernverkehrszüge von St. Gallen und Luzern nach Genf Flughafen zwischen Bern und Freiburg aus. Auch der Regionalverkehr ist betroffen.

Reisende von Zürich, Basel, Luzern, Olten oder Bern nach Lausanne oder umgekehrt fahren via Biel. Dafür ist mehr Reisezeit einzurechnen.

Wegen Hochwasser ist auch die Strecke durch das Gürbetal von Bern nach Thun unterbrochen. Zwischen Belp und Toffen fallen die S-Bahnzüge aus, es verkehren Bahnersatzbusse.

Auch der Strassenverkehr war von den heftigen Regenfällen betroffen. So ist laut dem Verkehrsdienst Viasuisse etwa die Strasse zwischen Niederscherli BE und Oberbalm in beiden Richtungen gesperrt, wegen Wasser auf der Fahrbahn.

Die Feuerwehr Köniz BE leistete in der Nacht einen Grosseinsatz, wie sie am Sonntagmorgen mitteilte. Nach den heftigen und langanhaltenden Niederschlägen traten in der Region Mittelhäusern, Niederscherli und Thörishaus mehrere Bäche über die Ufer und einzelne Hänge kamen ins Rutschen. Bei Grabenmühle mussten nach Angaben der Gemeinde Köniz mehrere Personen evakuiert werden.

Noch keine Entspannung

Laut einer Mitteilung von MeteoNews fiel am Samstagabend teils ergiebiger Regen. Am meisten Niederschlag wurde auf dem Moléson FR mit rund 84 Litern pro Quadratmeter gemessen. Auch in Wiesendangen ZH fielen 77 Liter.

Weil Böden, Bäche und Flüsse bereits gesättigt oder voll sind, brauchte es nicht viel, bis das Wasser über Strassen und in Keller lief. Auch heute muss mit weiteren Schauern oder lokalen Gewittern gerechnet werden. Daher dürfte die Lage teilweise angespannt bleiben.

(sda/chb)

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