Spass an der Arbeit muss sein, um auch in reiferen Jahren erfolgreich zu sein. Darüber sind sich der Sanierer Ernst Thomke und der ehemalige Direktionspräsident der Balair Fred Notter in ihrer Podiumsdiskussion einig. Dies ist auch einer der Faktoren, um die Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau zu erhalten, ist Norbert Thom, Professor für Human Resources Management der Universität Bern, überzeugt. Ein hoher Anreiz sei allerdings nötig, um die älteren Kader zur Weitergabe ihres Wissens und ihrer Erfahrungen an jüngere zu bewegen. Wie die älteren Kader der ABB mit einem Übergangsmodell flexibel und selbstbestimmt ihr Wissen weitergeben, bevor sie in den Ruhestand treten, stellte der Personalchef ABB Schweiz und Zentraleuropa Renato Merz vor.

Wie Kader auch nach 65 noch zu beträchtlichen Leistungen fähig sind, erörterte Ueli Sinzig, Vizepräsident des Verwaltungsrates der SBB: Nämlich mit der richtigen individuellen Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Trotz riesigen Arbeitsbelastungen sich auch Zeit zu nehmen für ausgleichende Tätigkeiten, bezeichnen der ehemalige CEO und neuer Verwaltungsratspräsident von Orange Schweiz Andreas S. Wetter und der CEO der Ammann Group, Präsident des Industrieverbandes Swissmem und Nationalrat Johann N. Schneider-Ammann im Podiumsgespräch als Teil ihres langjährigen erfolgreichen Managerlebens. Ein offenes Ohr und Auge benötigen nach Überzeugung der Chefärztin der Privatklinik Meiringen und Burnout-Spezialistin Barbara Hochstrasser alle Vorgesetzten, damit sie Anzeichen der Erschöpfung ihrer Mitarbeitenden erkennen. Über das Verhältnis zwischen Senior-Kader und Unternehmung referierte Peter Hablützel, ehemaliger Direktor des Eidg. Personalamtes. Den grössten persönlichen Nutzen zogen die Forumsteilnehmer aus den vier Workshops zur Berufs- und Lebensplanung, die sich von der ökonomischen Planung der zweiten Lebenshälfte über das Erfahrungskapital reiferer Kader bis zur persönlichen Leistungsfitness erstreckten.