«Mit der gebotenen Vorsicht» schaue man sich Optionen in Griechenland an, erklärte der Flughafen Zürich im Mai. Nun ist klar: Das Management sieht die Risiken für geringer an als die Chancen. Der Zürcher Airport schaffte es nämlich unter die sieben letzten Bieter, die rund zwanzig griechischen Regionalflughäfen übernehmen wollen.

In der ersten Runde schieden vier Konsortien aus, darunter auch der Flughafen München. Er bot zusammen mit der türkischen Hafenbetreiberin Global Liman Isletmeleri mit. Eliminiert wurden zudem die russische Novaport Development, die türkische TAV und Engelinvest Israel.

Kampf gegen Frankfurt, Nizza oder Buenos Aires

Die verbleibenden Bieter müssen nun ein bindendes Angebot abgeben. Im Rennen bleiben neben dem Flughafen Zürich und seinem Partner, dem griechischen Baukonzern J&P Avax, dem Athens International Airport, dem dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und seinem griechischen Partner Partner Copelouzos, den Aéroports de la Cote d’Azur (Nizza/St. Tropez), der Corporacion America (unter anderem Buenos Aires, Brasilia, Lima oder Guayaquil) mit der griechischen Baufirma Metka, sowie der französische Konzern Vinci mit dem griechischen Bauunternehmen Ellaktor und dem Finanzinvestor Advent International.

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Konkret geht es um zwei Gruppen von Flughäfen, die nur in einem Paket abgegeben werden. In der Gruppe 1 befinden sich Thessaloniki, Kerkira, Zakinthos, Kefallinia, Aktion, Kavala, Chania und als Zusätze Alexandroupolis, Kalamata, N. Anchialos und Araxos. In der Gruppe 2 stehen Rhodos, Kos, Santorini, Mykonos, Mitilini, Skiathos und Samos zur Wahl. Zu den Zusätzen in dieser Gruppe gehören Chios, Karpathos, N. Anchialos und Limnos. Bis zu drei der vier Zusätze können von der Regierung noch der jeweiligen Gruppe zugeteilt werden - oder sie bleiben staatlich.