IBM hat von April bis Juni 26,7 Milliarden Dollar umgesetzt - das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte um acht Prozent auf unterm Strich 3,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten bei beiden Grössen mit weniger gerechnet.

«Der Umsatz mit Hardware, Software und Services ist prozentual zweistellig gestiegen», betonte Konzernchef Samuel Palmisano am Firmensitz in Armonk im US-Bundesstaat New York.

Im laufenden Jahr sei nun mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von mindestens 13,25 Dollar zu rechnen, teilte das US-Unternehmen mit. Bisher hatten die Amerikaner mindestens 13,15 Dollar angepeilt.

Anleger zeigten sich erfreut: Im nachbörslichen Handel legten IBM-Papiere (Aktienkurs IBM) um gut zwei Prozent zu.

Angesichts der Verunsicherung der Finanzmärkte über die überbordenden Schulden in Europa und den USA dürften die Zahlen weiter für Erleichterung sorgen. IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als Gradmesser für die gesamte IT-Branche und darüber hinaus.

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Längst keine Verbraucher-Computer mehr

IBM verdient das meiste Geld mit Computer-Dienstleistungen wie etwa dem Betrieb von Rechenzentren. Derartige Services sind gemeinhin wesentlich lukrativer als der Verkauf von Geräten. Konkurrenten wie Hewlett-Packard oder Dell drängen deshalb mit aller Gewalt in diese IBM-Domäne.

Aus dem Geschäft mit Computern für Verbraucher hat sich IBM längst zurückgezogen. Bei leistungsstarken Firmenrechnern ist IBM aber weiterhin eine feste Grösse. Diese Sparte wuchs sogar mit knapp 18 Prozent weiterhin überdurchschnittlich stark. Über Server aus Armonk läuft etwa ein guter Teil des Internet-Datenverkehrs, der stetig zunimmt.

Der schärfste Rivale von IBM die Softwarefirma Oracle, die den Spezialisten Sun Microsystems geschluckt hatte.

(tno/cms/awp)